Freitag, 9. Oktober 2009

Friedensnobelpreis für Barack Obama: US- Präsident empfängt Ehre in "tiefer Demut"

  • Obama sieht Auszeichnung als eine Herausforderung
  • Preis für seine Bemühungen um Völkerverständigung
    Obama will Preisgeld von einer Million Euro spenden

US-Präsident Barack Obama wird für seinen Einsatz zur diplomatischen Konfliktlösung und für eine atomwaffenfreie Welt mit dem Friedensnobelpreis 2009 geehrt. Obama erhalte die Auszeichnung "für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken", teilte das norwegische Nobelkomitee mit. Obama traf die Entscheidung völlig unerwartet. "Ich bin überrascht und empfinde tiefe Demut angesichts der Entscheidung des Nobelkomitees", erklärte er. Die unerwartete Auszeichnung für einen erst seit neun Monaten amtierenden Präsidenten rief weltweit nicht nur Zustimmung, sondern auch Skepsis hervor.

Das Nobelkomitee begründete seine Wahl aus der Rekordzahl von 205 Nominierungen mit der neuen Atmosphäre in der internationalen Politik, die Obama als Präsident geschaffen habe. Er habe die Vereinten Nationen und andere internationale Institutionen wieder in den Mittelpunkt der Diplomatie gerückt. Selbst für die schwierigsten internationalen Konflikte seien nun Dialog und Verhandlungen die bevorzugten Lösungsinstrumente. Insbesondere habe Obamas Vision einer Welt ohne Atomwaffen den Verhandlungen über Abrüstung und Rüstungskontrolle einen kräftigen Schub gegeben. Auch in der Klimapolitik hätten die USA unter Obama eine konstruktive Rolle übernommen, und Demokratie und Menschenrechte würden durch seine Politik gestärkt.

"Nur sehr selten hat ein Mensch im gleichen Ausmaß wie Obama die Aufmerksamkeit der Welt gefesselt und seinem Volk Hoffnung auf eine bessere Zukunft gegeben", heißt es in der Begründung des Komitees. "Seine Diplomatie gründet auf der Vorstellung, dass diejenigen, die die Welt führen sollen, dies auf der Grundlage von Werten und Einstellungen tun müssen, die von der Mehrheit der Weltbevölkerung geteilt werden." Dies seien genau die Positionen, für die das Nobelkomitee seit 108 Jahren werbe.

Preis als "Aufruf zum Handeln"
Obama reagierte mit demonstrativer Bescheidenheit: "Um ehrlich zu sein, ich empfinde es nicht so, dass ich es verdiene, in einer Reihe mit so vielen gestalterischen Persönlichkeiten zu stehen, die mit diesem Preis ausgezeichnet wurden." Auf einer Pressekonferenz in Washington erklärte er: "Lassen Sie es mich deutlich sagen, ich empfinde den Preis nicht als Anerkennung meiner eigenen Leistungen." Er verstehe die Auszeichnung vielmehr als Aufruf zum Handeln.

Während die Friedensnobelpreisträger Mohammed ElBaradei (2005), Michail Gorbatschow (1990) und Nelson Mandela (1993) Obama gratulierten, kritisierte der polnische Arbeiterführer Lech Walesa (1983) die Ehrung als verfrüht: "Er hat noch keinen wahren Erfolg verbucht. Er macht Vorschläge, er fängt gerade erst an, aber er muss das alles erst noch vollbringen." Der Vorsitzende des norwegischen Friedensnobelpreiskomitees, Thorbjörn Jagland, konterte: "Er (Obama) hat den Preis bekommen, weil er das internationale Klima verändert hat. Einige Leute sagen, und ich verstehe das, ist das nicht verfrüht? Zu früh? Nun, ich würde sagen, es könnte in drei Jahren zu spät sein, das zu beantworten."

Fischer gratuliert
Bundespräsident Heinz Fischer schloss sich in einem Glückwunsch-Schreiben an Obama der Begründung des Nobel-Komitees an: "Es ist Ihnen wirklich gelungen, ein neues Klima in der internationalen Politik zu schaffen." Besonders würdigte auch er die Stärkung der Diplomatie und den Einsatz Obamas für eine Welt ohne Atomwaffen. Ein enger Berater des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad sagte, die Regierung in Teheran hoffe, dass die Auszeichnung Obama anspornen werde, "den Weg zur Gerechtigkeit in der Welt" zu beschreiten.

Obama hatte im April in Prag erklärt, die USA strebten eine Welt ohne Atomwaffen an. Er verhandelt mit Russland über Abrüstung und hat den Plan aufgegeben, Teile eines Raketenabwehrschilds in Polen und Tschechien zu stationieren. Im September verabschiedete der Weltsicherheitsrat unter seinem Vorsitz einstimmig eine Resolution, in der die Atommächte zur Verschrottung ihrer Arsenale aufgerufen wurden.

Durchbruch in Nahost lässt auf sich warten
Die Konfliktparteien im Nahen Osten drängt der US-Präsident zu entschlossenen Schritten für einen umfassenden Friedensschluss. Mit einer Rede in Kairo warb er im Juni um einen Abbau der Spannungen zwischen muslimischer Welt und Westen. Entscheidende Erfolge hat Obama bei großen internationalen Konflikten bisher aber nicht erreicht: Ein Durchbruch lässt im Nahost-Friedensprozess ebenso auf sich warten wie in den Atomverhandlungen mit dem Iran. In der Afghanistan-Politik steht Obama vor einer schwierigen und im eigenen Land heftig umstrittenen Entscheidung über die künftige Militärstrategie.

Obama ist der dritte hochrangige US-Politiker binnen eines Jahrzehnts, der mit dem Friedensnobelpreis geehrt wird: 2007 erhielt ihn der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore für sein Engagement zum Klimaschutz, 2002 Ex-Präsident Jimmy Carter, der einen Friedens zwischen Israel und Ägypten vermittelt hatte. Der mit zehn Millionen Schwedischen Kronen (972.000 Euro) dotierte Preis wird seit 1901 jeweils am Todestag des Stifters Alfred Nobel verliehen. Obama wird persönlich zur Preisverleihung am 10. Dezember in Oslo reisen.
Das Preisgeld will er spenden.

(apa/red)

9.10.2009 22:58
Bananenbiager, 09. 10. '09 23:46
Endlich outet sich wer
Ein KRIEGSFÜHRENDES Land mit einem OBAMA an der Spitze erhält DEN

NOBELPREIS FÜR FRIEDEN


geniesst den schwachsinn

als nächstes erhält die Schweiz den Preis als Kriegstreiber des Jahres ....
Unglaublich nein ......
drahthuhn, 09. 10. '09 18:23
Weiß eigentlich hier IRGENDWER, worum's geht?
Für alle, die nicht GOOGELN können:
ORIGINALTEXT MIT DEN BEGRÜNDUNGEN UND VORAUSSETZUNGEN ZUR VERLEIHUNG DES FRIEDENSNOBELPREISES
"Ein Teil Demjenigen oder Derjenigen, Der oder Die am meisten oder am besten für die Verbrüderung der Völker gewirkt hat und für die Abschaffung oder Verminderung der stehenden Heere, sowie für die Bildung und Austragung von Friedenskongressen!"
Man mag ja von Obama halten, was man will, aber WAS HAT DER MANN GETAN, DAS IHN NUR ZU EINEM PROMILLE FÜR DEN, SEIT DER VERLEIHUNG AN HENRY KISSINGER WIRKLICH VÖLLIG WERTLOS GEWORDENEN FRIEDENSNOBELPREIS QUALIFIZIEREN WÜRDE?
Sogar Obama selbst ist die unfaßbare Lächerlichkeit dieses Aktes peinlichst und windet sich wie ein Wurm, was ja wirklich FÜR ihn spricht.
Wir leben in einer Zeit: UNFASSBAR!
pusher23, 09. 10. '09 14:33
..
Einer der Luftangriffe freigibt wo Zivilisten sterben hat den nicht verdient
hansi4u, 09. 10. '09 15:39
Re: ..
es muss nicht immer alles logisch sein. Unser Kaiser Karl wurde auch selig gesprochen obwohl er im 1. WK Befehl zu Giftgaseinsätzen gegeben hatte.

In meinen Augen hat Barack Obama auch nicht den Nobelpreis verdient. Es weiß doch eh jeder, dass der Posten des Amerikanischen Präsidenten ein Hampelmannposten ist.

Ich habe nach wie vor kein gutes Gefühl bei ihm, ich habe oft den Verdacht dass er nicht mit offenen Karten spielt.

Ich irre mich gerne und hoffe, dass er wirklich so ein Heiland ist, was manche zu glauben scheinen.
watelli, 09. 10. '09 13:47
Obama - Friedensnobelpreisträger
Habe ich das letzte Jahr verschlafen? Ist der Krieg in Afghanistan zu Ende? Sind die Gi`s aus dem Irak abgezogen?
Sind die Sanktionen gegen Kuba aufgehoben?
maierhofer____, 09. 10. '09 14:13
Re: Obama - Friedensnobelpreisträger
Denk mal logisch nach was passieren würde genau das eintreffen würde...
Das Gehirn hast du wohl heute nicht mit zur Arbeit mitgenommen?
tschinkolawente, 09. 10. '09 13:30
V O R Z Ü G L I C H S T -- Dank Alfred Nobel --GRATULATION OBAMA!!
Y E S, WE CAN !!!

NO COMMENT !!!

aber ein wichtiger, starker, glaubwürdiger Mann der uns im historischen Ereignis unserer Wirtschaftskrise regelrecht aus der ...ei... gezogen hat!

JA, JA ...ich hör' sie jetzt alle die Großredner, die Maulreisser, ...das wär' ohne ihn auch gegangen!!!

...zugegeben es brauchte nicht viel, aber das "Wenige" kam von O B A M A !

...nicht von mossses, tfpalpatine,
...nicht von vasant, sidestep,
...auch nicht von mir!

Nicht das die Krise vorbei ist, aber unsere Hosen sind nicht so VOLL !

Die weiteren Ansätze der OBAMA-Qualitäten, sind nicht wegzudenken!

Ein gesandter Gottes!

D A N K E, Barack............Good luck....tschinkolawente!
pusher23, 09. 10. '09 14:30
Re: V O R Z Ü G L I C H S T -- Dank Alfred Nobel --GRATULATION OBAMA!!
ein gesamdter gottes - ohne jeglichen weiteren kommentar
ps: wann hat uns barack obama aus der "...ei..." gezogen?
tschinkolawente, 09. 10. '09 17:25
Re: V O R Z Ü G L I C H S T -- Dank Alfred Nobel --GRATULATION OBAMA!!
...pusher..das ist leicht erklärt:

Die Situation als i.d.Staaten die Immo-Blase platzte..blablabla...das Vertrauen in die Banken dann auf null schwand, das Volk nahezu international schon begann sein Geld v.d.Banken abzuziehen...pusher...muß ich noch weiter erklären..???

na gut: Da stellt sich jemand hin, mit FORMAT,...pusher...mit Format heißt nicht den Xander Muckenhuber aus ??, sondern ein Kaliber, ein Mann aus der RETORTE,..pusher Sie wissen was eine Retorte ist..??

Nein, nicht diese!

Ich mein einfach das Glück dieser Welt,daß das Schicksal einige Stunden v.d.Krise einen Meinungsbildner aus der 1.Reihe gewählt hat,..und dieser blickt in die Runde des Auditoriums, OHNE NOCH ETWAS GESAGT ZU HABEN,...und die BÖRSEN, DIE UNTERNEHMUNGEN, MANN&FRAU...INTERNATIONAL..

Genug?
mossses, 09. 10. '09 12:06
ein schwerer fehler
den ANTICHRISTEN diesen preis zu verleihen!!
tfpalpatine, 09. 10. '09 12:38
Re: ein schwerer fehler
sag amal gehts noch?
mossses, 09. 10. '09 13:04
Re: ein schwerer fehler
das ist ja das schlimme,das fast niemand obamas übles spiel durchschaut!der verkauft sich sehr sehr gut!!
squier, 09. 10. '09 13:31
Re: ein schwerer fehler
Na, da sind wir ja froh, dass wir dich und alle anderen stumpfsinnigen Verschwörungstheoretiker haben ... Los, erklär' uns deine Theorie!