Freitag, 9. Oktober 2009

Spritfressendes Symbol des Westens: GM verkauft Hummer an chinesischen Konzern

  • Maschinenhersteller Tengzhong übernimmt 80 Prozent
  • Regulierungsbehörden müssen Deal noch zustimmen

Ausgerechnet der Hummer, das spritschluckende Statussymbol des Westens, wurde an die Chinesen verkauft. Der angeschlagene US-Autobauer General Motors trennte sich von der Geländewagenmarke und verkaufte sie an das chinesisches Industrieunternehmen Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery. Laut dem Abkommen übernimmt Tengzhong einen Anteil von 80 Prozent an Hummer. Die übrigen 20 Prozent gehen an einen Investor aus Hongkong, Suolang Douji, der wiederum eine große Beteiligung an Tengzhong hält.

Angaben über den Verkaufspreis machten die Unternehmen nicht. Aus Verhandlungskreisen verlautete jedoch, der Preis liege bei etwa 150 Millionen Dollar. Dem Verkauf müssen noch die amerikanischen und die chinesischen Regulierungsbehörden zustimmen.

Tengzhong ist ein Privatunternehmen, das im Straßenbau, Hochbau und der Ausrüstung für die Energieindustrie tätig ist. Das Unternehmen hat bereits vor Monaten Interesse an der Hummer-Sparte signalisiert. Der Opel-Mutterkonzern GM hatte Ende April angekündigt, Hummer ebenso wie Saturn und Saab verkaufen zu wollen.

(apa/red)

9.10.2009 22:24