Frankreich will Färöer wegballern:
Fernduell mit Serbien um Gruppensieg
- Teamchef Domenech glaubt noch an ersten Platz
- Serbien kann gegen Rumänien alles klar machen

Die in der laufenden WM-Qualifikation offensiv noch nicht brillierende französische Nationalmannschaft geht heute gegen die Färöer auf Torejagd. "Wir müssen so viele Tore wie möglich erzielen", forderte Teamchef Raymond Domenech nicht nur drei Punkte, sondern auch ein Schützenfest. Domenech, dessen Truppe bis dato in acht Spielen zehn Treffer erzielt hat, glaubt nämlich nach wie vor an Platz eins in der Österreich-Gruppe 7.
Zwei Partien vor Schluss führen die Serben, die daheim in Belgrad Rumänien empfangen, vier Punkte vor den Franzosen. Die Serben weisen aktuell noch dazu die klar bessere Tordifferenz (+10 gegenüber +2) als Frankreich auf, diese würde im Fall der Punktegleichheit entscheiden. Am Mittwoch müssen die Serben dann nach Litauen, Frankreich hat gegen die ÖFB-Elf im Stade de France Heimvorteil.
"Wer sagt, dass die Serben Rumänien schlagen?", machte Domenech seiner Auswahl Mut. An dem Sieg gegen die Färöer (Nummer 163 der Weltrangliste) hat in Frankreich keiner Zweifel, Stars wie Nicolas Anelka, der amtierende Torschützenkönig der englischen Premier League, und Thierry Henry sollen für klare Verhältnisse sorgen. Auch wenn Kreativgeist Franck Ribery aufgrund einer Verletzung fehlt. Im Hinspiel in Torshavn hatten sich die WM-Finalisten mit einem mageren 1:0-Erfolg zufriedengeben müssen.
Österreich hofft auf Schützenhilfe
Sollte Frankreich gewinnen, wären Österreichs Chancen auf den zweiten Gruppenplatz und die WM in Südafrika endgültig auch mathematisch dahin. Nur im Falle eines Punktgewinns der Färöer und einem gleichzeitigen Heimsieg gegen Litauen hätte die ÖFB-Truppe ein "Endspiel" in Frankreich.
In Serbien ist man von einem Heimsieg gegen Rumänien und damit vom Gruppensieg überzeugt. "Viele unserer Spieler sind in guter Form bei ihren Clubs. Das ist einer der Gründe, warum ich glaube, dass wir den Job erfolgreich erledigen werden", erklärte Serbien-Coach Radomir Antic.
(apa/red)
