Dienstag, 6. Oktober 2009

Hermann Maier denkt ans Karriere-Ende: Zukunft des "Herminators" weiter ungewiss

  • "Schauen wie ich zurechtkomme, dann Entscheidung"
    Gesamtes Sommer-Training auf Schnee versäumt
  • PLUS: Saisonauftakt in Sölden noch nicht gesichert

Die Zukunft des "Herminators" ist weiter ungewiss. Ob er die Olympia-Saison bestreiten werde - dieser Fragestellung wich Hermann Maier relativ geschickt aus. So meinte der Salzburger etwa auf die Frage, ob der Saisonstart gesichert sei, scherzhaft: "Wenn Schnee fällt, schon." Dann wurde er aber doch ernster: "Zuerst einmal muss man schauen, wie man mit dem Skifahren zurechtkommt, danach wird eine Entscheidung getroffen. Sollte ich aber aufhören, wird es jeder erfahren."

Nach dem Weltcup-Saisonfinale in Aare hatte sich Maier am 21. März dieses Jahres einer Operation in seinem rechten lädierten Knie unterziehen müssen. Im Zuge dieses Eingriffs war auch ein Knorpelschaden diagnostiziert worden. Dazu hatte sich der Flachauer erst im September bei einem Mountainbike-Unfall auch noch Blessuren am Schienbein zugezogen.

Komplettes Sommertraining verpasst
Dass er das gesamte Sommer-Training auf Schnee versäumt hat, bereitet Maier nicht allzu viel Kopfzerbrechen. "Es macht sich nicht die Anzahl der Tage, sondern die Art und Weise, wie man trainiert, bezahlt", betonte der Doppel-Olympiasieger von Nagano 1998.

Allerdings hat der dreifache Ex-Weltmeister bis zu seinem Saisonstart am 28. November in Lake Louise/Kanada, wo er im Vorjahr den Super-G gewonnen hat, noch fast acht Wochen Zeit, denn den Riesentorlauf am 25. Oktober in Sölden lässt der Speed-Spezialist aus. "Es ist alles im Plan", betonte deshalb ÖSV-Coach Andreas Evers und erinnerte daran, dass Maier beim Comeback 17 Monate nach seinem horrenden Motorrad-Unfall im Sommer 2001 vorher auch nur drei Wochen auf Skiern trainiert hatte.

Damals war er am 14. Jänner 2003 in Adelboden im Riesentorlauf 31. geworden, hatte also nur knapp die Qualifikation für den zweiten Lauf verpasst. Und nur 13 Tage später, also am 27. Jänner 2003, triumphierte Maier bereits im Kitzbühel-Super-G. "Von der Zeit her ist es also kein Problem, auch wenn der Hermann jetzt natürlich dem Alter etwas Tribut zollen muss", meinte Evers.

Saisonstart in Sölden fraglich
Aber nicht nur die Fortsetzung von Maiers Karriere, sondern auch der Saisonstart in Sölden ist noch nicht gesichert. Derzeit kann nur oberhalb des Rennstarts auf dem Rettenbachferner vernünftig auf Schnee trainiert werden. Darunter regiert blankes, dreckiges Eis. Doch laut Wetterprognosen soll es in den kommenden Tagen kälter werden.

(apa/red)

6.10.2009 07:59
peter1722, 06. 10. '09 10:42
Lächerlich
Dieser Mensch macht nicht nur sich,sondern den ganzen österreichischen Skisport lächerlich.
Fehlender Iq und die Geld und Mediengeilheit seines Umfeldes machen solche schmierigen Komödien erst möglich.
Armes Österreich!!!