Schwere Anschläge erschüttern Pakistan: Mindestens 49 Todesopfer durch Sprengsatz
- Pakistan: Bombe in parkendem Auto auf einem Markt
- Mehr als 100 Menschen wurden bei Attentat verletzt

Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind nach Behördenangaben mindestens 49 Menschen ums Leben gekommen. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich mit seinem Auto auf einem belebten Markt in der Stadt Peshawar in die Luft. Mehr als 100 Menschen seien verletzt worden.
"Überall war Blut, waren Verletzte", sagte der Überlebende Aziz Ahmad. "Sie schrien um Hilfe. Ich musste mitansehen, wie sie vor meinen Augen starben." Der Attentäter hatte nach Polizeiangaben eine mit Munition bestückte 100-Kilogramm-Bombe in der Türverkleidung seines Fahrzeuges versteckt und in einem Geschäftsviertel nahe der zentralen Basars der Stadt gezündet.
Die Regierung der Nordwest-Grenzprovinz bestätigte die Angaben des Hauptkrankenhauses von Peshawar. Die Getöteten seien ausschließlich Zivilisten. Die Polizei befürchtete, dass die Zahl der Opfer wegen der vielen Schwerverletzten noch steigen könnte.
Bereits sechs Anschläge in Peshawar
Die Stammesgebiete im Nordwesten Pakistans sind eine Hochburg der Taliban und des Al-Kaida-Netzwerks von Osama Bin Laden. Peshawar, die Hauptstadt der Nordwest-Grenzprovinz, ist in der vergangenen vier Monaten bereits sechsmal Ziel von Anschlägen geworden.
In den vergangenen zwei Jahren starben in Pakistan mehr als 2.000 Menschen bei fast 300 Anschlägen, die in der Mehrheit der pakistanischen Taliban-Organisation Tehreek-e-Taliban (TTP) zugeschrieben werden. Nach dem Tod von TTP-Führer Baitullah Mehsud bei einem US-Drohnenangriff im August hatten seine Anhänger Rache geschworen.
(apa/red)
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