Fußfesseln für renitente Schüler geplant:
Neue Maßnahme gegen Jugendkriminalität
- Dänemark legt Schülern elektronische Fesseln an
- Populisten zufrieden, Sozialdemokraten: "Horribel"

Die dänische Regierung plant die Einführung elektronischer Fußfesseln für besonders widerspenstige und verhaltensauffällige Schüler. Laut der Kopenhagener Tageszeitung "Berlingske Tidende" will Justizminister Brian Mikkelsen dies als Teil eines Maßnahmenpakets gegen Jugendkriminalität ab der sechsten Schulstufe einführen, also im frühesten Fall für Zwölfjährige.
Die mit einem satellitengestützten Ortungssystem ausgerüstete, elektronische Fußfessel soll - gleichzeitig mit einem "Stubenarrest" solchen Schülern verpasst werden können, die starke Verhaltensprobleme haben und wiederholt gegen bestimmte davor erteilte "Auflagen" verstoßen haben.
Während die Regierung ihren eigenen Vorschlag erst am Mittwoch kommentieren wollte, signalisierte die rechtspopulistische Dänische Volkspartei Zufriedenheit, während ein Sprecher der oppositionellen Sozialdemokraten die Idee als "horribel" bezeichnete.
Laut einer von "Berlingske" zitierten Umfrage befürworten 61 Prozent der Dänen härtere Strafen gegen aufmüpfige Jugendliche. Die Mitte-Rechts-Regierung von Lars Lökke Rasmussen hat angekündigt, in den kommenden Jahren jeweils 150 Mio. Kronen (20,1 Mio. Euro) mehr an Steuergeldern in die Bekämpfung der steigenden Jugendkriminalität zu investieren.
(apa/red)
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