Faymann spricht sich klar gegen Blair aus:
Ex-Premier als EU-Ratspräsident ungeeignet
- "Brauchen Kandidaten für Obama, nicht für Bush"
·Start für Wettrennen um Kommissionsplätze
Barroso als Kommissions- Präsident wiedergewählt
·Barroso und sein Verhältnis zu Barschen
Über kleine und RIESIGE politische Ausrutscher
·Wird Fekter unsere neue EU-Kommissarin?
"Spiele Bundesliga, nicht Landes- oder Europaliga"

Kanzler Faymann hat sich klar gegen die Berufung des früheren britischen Premiers Blair zum EU-Ratspräsidenten ausgesprochen. Er begründete das mit Blairs engem politischen Verhältnis zum früheren US-Präsidenten Bush. Der Kandidat für diesen Posten solle die Sozialdemokratie widerspiegeln, so Faymann, aber: "Wir brauchen einen Kandidaten, der nicht für Bush ist, sondern für Obama."
Auch der frühere österreichische EU-Kommissar Fischer bezeichnete die Kür Blairs zum Ratspräsidenten als unwahrscheinlich, "weil es viele gibt, die große Bedenken haben". Außerdem verwies er im Ö1-Mittagsjournal darauf, dass Blair in der arabischen Welt "als Partner des früheren amerikanischen Präsidenten Bush abgestempelt" sei.
Österreichischen Kandidaten für den Ratspräsidenten oder für das Amt des EU-Außenbeauftragten - im Gespräch sind die Ex-Kanzler Schüssel und Alfred Gusenbauer gibt Fischer "bestenfalls eine Außenseiterchance" als "Kompromisskandidat". (apa/red)
