ÖVP steigt wohl ins Präsidentenrennen ein:
Josef Pröll sieht "gute Gründe, anzutreten"
- Auch Landesparteichefs sind für eigenen Kandidaten
- Endgültige Entscheidung wird im Parteivorstand fallen
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ÖVP-Chef Josef Pröll zeigt deutliche Präferenzen für eine Präsidentschaftskandidatur seiner Partei, eine offizielle Festlegung dazu gibt es aber noch nicht. Dass bei einem Treffen der Landesparteiobleute in Wien schon eine Entscheidung fallen könnte, schließt Pröll aus. "Es gibt gute Gründe anzutreten, aber es ist noch lange nichts entschieden", meinte der Vizekanzler aber.
Pröll hatte bereits am Sonntag für eine Präsidentschaftskandidatur der ÖVP plädiert und dies auch mit "taktischen Überlegungen" begründet. Er wolle vermeiden, dass eine Oppositionspartei am Wahlabend mangels eines ÖVP-Kandidaten in "unverdiente Höhen" vorstößt. Auch Salzburgs Landesparteichef Wilfried Haslauer, der an dem Treffen mit Pröll übrigens nicht teilnehmen wird, betonte diesbezüglich, dass eine staatstragende Partei wie die Volkspartei bei Präsidentschaftswahlen grundsätzlich einen eigenen Kandidaten nominieren sollte.
Auch Tirols Landeshauptmann Platter zeigt sich "offen" für einen ÖVP-Kandidaten. Allerdings müsse man noch die Finanzierung des Wahlkampfes klären, so Platter in der "Tiroler Tageszeitung". Und: "Unser Hauptziel, 2013 wieder den Bundeskanzler zu stellen, darf durch einen Bundespräsidentschaftswahlkampf nicht gefährdet werden."
Eine Festlegung für oder gegen eine Präsidentschaftskandidatur wird es laut Bundesparteichef Pröll jedenfalls nicht geben. "Dazu gibt es einen Parteivorstand", verwies der Vizekanzler auf die zuständigen Gremien. De facto habe man noch bis März kommenden Jahres Zeit.
(apa/red)
