Dienstag, 13. Oktober 2009

Großer Schlag gegen Schlepper in der
Steiermark: 64 Illegale in Lkws entdeckt

  • Drei Männer verhaftet: Wollten von Türkei nach Wien
  • Auswanderer bezahlten bis zu 10.000 Euro für Fahrt

Ein Schlag gegen eine Schlepperbande, die 64 Menschen von Istanbul illegal nach Wien bringen wollten, ist der Polizei in der Steiermark gelungen. Drei Männer im Alter von 30 bis 50 Jahren wurden festgenommen. Die geschmuggelten Männer und Frauen waren in zwei Lkw, die als Obst- und Gemüsetransporter getarnt waren, 24 Stunden lang eingepfercht.

Die Auswanderer sollen für die Fahrt bis zu 10.000 Euro bezahlt haben, teilte Bundeskriminalamts-Sprecher Marakovits mit. Die beiden Lkw wurden von Beamten des Bundeskriminalamtes, aus dem Bereich der Ausgleichsmaßnahmen (AGM) sowie des Landeskriminalamts Steiermark auf der Südautobahn (A2) in der Steiermark entdeckt und gegen 1.45 Uhr auf die Raststation Zöbern abgeleitet. Dort fanden die Behörden die zwischen Obst- und Gemüsekisten eingepferchten 64 Menschen. Mit den Kisten wurde eine Art Hohlraum gebaut, die Geschleppten seien gut versteckt gewesen.

Notdurft in Plastikflaschen verrichtet
Die Fahrt hat ursprünglich in Istanbul begonnen, dort wurden die 64 Personen auf die beiden Lkw aufgeteilt. Ziel sollte Wien, der Großgrünmarkt in Inzersdorf in Liesing sein. Die Männer und Frauen mussten ihre Notdurft in Plastikflaschen verrichten.

"Menschenunwürdig und gesundheitsgefährdend"
Als "menschenunwürdig und gesundheitsgefährdend" bezeichnete Heinz Zimper von der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen die Verhältnisse in den Lkws. Die Lastwagen seien schlecht belüftet und viel zu kühl gewesen. Zur Aufrechthaltung der Tarnung als Obst- und Gemüsetransporter wurde die von außen erkennbare Temperatur entsprechend hinuntergefahren.

Nach ihrem Aufgriff wurden sie vom Roten Kreuz versorgt und anschließend notdürftig in einer Polizeidienststelle untergebracht. Zurzeit erhebt die Polizei die Personalia und die genaue Herkunft.
(apa/red)

13.10.2009 08:54
wilhelmjosef, 11. 10. '09 10:50
Wo sind unsere Volksvertreter?
gestern im Kurier: in Wien wilde Verfogungsjagd mit mit 8 Rumänen, in Tirol wird ein Dealer-Ring mit 17 Ex-Jugoslawen und Türken zerschlagen, in Wien wird ein mehrfacher Vergewaltiger aus Rumänien zu 11 Jahren Gefängnis verurteilt, der wollte zur Versorgung lieber 20 Jahre.
Es werden 64 illegale Türken in der Steiermark entdeckt, von denen ein Großteil bei uns bleiben wird. Ist ja klar, die haben ja auch in der Türkei an Schlepper bezahlt, darum zahlen wir Österreicher jetzt für diese Illegalen.
Verheugen, Schengen und die EU in dieser Form sind gescheitert, wir steuern auf das Chaos zu.
Fischer warnt davor, die jungen gegen die alten Österreicher aufzuhetzen, Faymann will Österreicher nicht gegen Zuwanderer aufhetzen, aber keiner unternimmt was.
Sind unsere Politiker Volks(ver)treter?
rollingstone1, 11. 10. '09 00:44
logische Konsequenz?
Nächste logische Konsequenz wieviel Prozent von den 64 bleiben hier und suchen um Asyl an? Soviel nur zu einem Staat, dessen Bürger Unsummen an gewissenlose Schlepper zahlen müssen und dessen Regierung massiv in die EU drängt! Irgend etwas läuft hier schief!
lg stone
Vasant, 10. 10. '09 12:03
Und jetzt stelle man sich die logische Frage ...
Wie viele kommen TÄGLICH durch ohne entdeckt zu werden?
sidestep, 10. 10. '09 18:06
Re: Und jetzt stelle man sich die logische Frage ...
Ein sehr berechtigte Frage! Ich habe aber noch eine: Dieses Mal sind sie erwischt worden! Wieviele werden nicht erwischt und sind illegal bei uns?