Dienstag, 6. Oktober 2009

Verkehrschaos nach Stromausfall in Wien: Autofahrer brauchten am Morgen viel Geduld

  • Ampeln außer Betrieb. Stau auf Südosttangente
  • Tausende Haushalte im Norden der Stadt ohne Strom

Ein großflächiger Stromausfall hat ein Verkehrschaos in Wien-Donaustadt verursacht: Durch einen Defekt im Umspannwerk Stadlau fielen für rund eine Stunde 53 Ampeln im Bereich der Wagramer Straße sowie der Erherzog-Karl-Straße aus. Die Folgen: umfangreiche Staus im Morgenverkehr, auch auf der Langobardenstraße und der Südosttangente (A23).

Laut Wien Energie waren ab 7.07 Uhr rund 20.000 Haushalte in der Donaustadt - zwei Prozent der Wiener Kunden - ohne Strom, erst nach dreieinhalb Stunden war der Schaden fast gänzlich behoben. "Wir hatten ein technisches Gebrechen im Umspannwerk Stadlau", erklärte Unternehmenssprecher Christian Ammer. Schuld war eine kaputte Isolier-Trennung zwischen Kabeln. Dies sorgte für Rauchentwicklung und in der Folge für eine automatische Abschaltung.

Vor allem im Bereich des Hirschstettener- und des Stadlauer Tunnels kam es zu Verzögerungen. Nachdem die Innenbeleuchtung ausgefallen war, schalteten die Einfahrts-Ampeln automatisch auf Rot. In Richtung Stadt bildete sich eine Blechschlange. Kreuzungen mussten vorübergehend von Uniformierten geregelt werden. Bei den Wiener Linien fiel die Stromversorgung der Straßenbahnlinie 26 teilweise aus. Die Garnituren verkehrten nur zwischen Strebersdorf und U1/Kagran, Schienenersatzverkehr wurde keiner eingerichtet.

(apa/red)

6.10.2009 21:14