Montag, 5. Oktober 2009

Morgengrauen lässt sich bei uns noch Zeit:
Arbeitslosigkeit steigt um satte 28 Prozent

  • September: 51.178 Menschen mehr beschäftigungslos
  • Höchster Anstieg in Oberösterreich zu verzeichnen
    Gemeldete offene Stellen gehen gleichzeitig zurück

Der Aufschwung steht vor der Tür, aber in Österreich macht ihm noch niemand auf: Trotz Anzeichen einer sich erholenden Weltwirtschaft hält die Arbeitslosigkeit Österreich noch in ihrem Bann. Ende September gab es hierzulande 234.505 vorgemerkte Arbeitslose, das waren um 51.178 oder 27,9 Prozent mehr als ein Jahr davor. Weitere 68.450 Menschen besuchten Schulungen des Arbeitsmarktservice (AMS). Insgesamt errechnet sich somit eine Summe von 302.955 Menschen, die sich derzeit auf Jobsuche befinden.

Den Jobsuchenden standen 29.157 gemeldete offene Stellen gegenüber. Das waren um 9.357 oder 24,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 7.407 Lehrstellensuchenden standen 4.234 Lehrstellen gegenüber, die "Lehrstellenlücke" vergrößerte sich damit um 654 Stellen auf 3.173.

Anstieg etwas eingebremst
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit hat sich im Vergleich zu den Vormonaten aber ein wenig eingebremst. Während im September um gut 51.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet waren als im Vorjahresmonat, hatte das Plus in den Monaten davor zwischen 53.000 und fast 57.000 betragen. Die Arbeitslosenquote nach heimischer Definition stieg um 1,4 Punkte auf 6,5 Prozent.

Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten fiel um 72.000 (2,1 Prozent) auf 3.396.000. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten über 50 Jahren stieg hingegen um 10.000 (1,6 Prozent) auf 650.400.

128.528 Männer (plus 36,1 Prozent) und 105.977 Frauen (Plus 19,2 Prozent) waren von Arbeitslosigkeit betroffen. Bei Inländischen Arbeitnehmern betrug der Anstieg 26,8 Prozent (40.468 Personen) auf 191.290, bei Ausländern lag das Plus bei 32,9 Prozent (10.710 Personen) auf 43.215. Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren (plus 24,4 Prozent auf 41.136 Personen) waren ähnlich stark betroffen wie Menschen über 50 (Plus 24,0 Prozent auf 45.600 Personen).

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die länger als 12 Monate vorgemerkt blieben, ist um 29,1 Prozent auf 7.014 gestiegen. Die durchschnittliche Verweildauer in der Arbeitslosigkeit stieg um acht Tage (8,7 Prozent) auf 98 Tage. 24.195 Menschen hatten eine Einstellzusage, das waren um 19,8 Prozent (3.992 Personen) mehr als vor einem Jahr.

Höchster Anstieg in Oberösterreich
Den höchsten Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr verzeichnete im September wieder Oberösterreich, mit Plus 50,1 Prozent auf 27.212 Betroffene vor Vorarlberg (plus 43,4 Prozent auf 11.398). Absolut die meisten Arbeitslosen hat zwar Wien mit 71.690, hier war aber mit 15,7 Prozent der geringste Anstieg zu verzeichnen. Auch im Burgenland hielt sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit mit Plus 17,1 Prozent auf 6.416 Betroffene in Grenzen. Dazwischen lagen Tirol (Plus 25,6 Prozent auf 17.391), Steiermark (Plus 29,7 Prozent auf 32.862), Niederösterreich (Plus 32,9 Prozent auf 38.812), Kärnten (Plus 34,2 Prozent auf 17.678) und Salzburg (Plus 34,4 Prozent auf 11.046).

(apa/red)

5.10.2009 15:37
sidestep, 01. 10. '09 12:42
Wie Deutschland
Österreich hat derzeit (mit den 68.000 in Schulungsmaßnahmen befindlichen Menschen) rund 300.000 Arbeitslose. Das ist auf Deutschland mit einer rund zehnfachen Mehrheit an Bevölkerung umgerechnet ein Arbeitslosenstand von 3.000.000 Millionen Menschen. Das ist nicht nur die die Krise, das ist auch die erfolglose Politik von Schwarz und Rot!!