Jetzt stecken wir bis zum Hals in Schulden:
Pröll verkündet noch höheres Budgetdefizit
- Vizekanzler gelassen: "Liegt im europäischen Schnitt"
- Optimistische Prognose für 2010 bleibt unverändert

Ein Bankenpaket, eine Verschrottungsprämie, eine Handvoll Infrastrukturinvestitionen und noch ein paar andere Kleinigkeiten - so ein Schuldenberg ist schnell gebaut. Dass in Österreich aber ein ganzes Schuldenmassiv angehäuft wurde, muss nun auch Finanzminister Josef Pröll eingestehen. Statt des zuvor prognostizierten Budgetdefizits von 3,5 Prozent ist nun für das heurige Jahr mit einem Schuldenzuwachs von 3,9 Prozent zu rechnen. Für Pröll trotzdem kein Grund zur Panik.
"Das liegt im europäischen Schnitt", rechtfertigte der Vizekanzler die neuen Zahlen. Pröll sprach von einem "durchaus respektablen Ergebnis". Der europäische Durchschnitt liege ja bei Minus 6 Prozent in Frankreich sogar bei 8 Prozent.
Keine Änderung gibt es bei der Vorschau für 2010, die mit einem zu erwarteten Budgetdefizit von 4,7 Prozent gleichbleibt, sagte Pröll bei der Tagung der EU-Finanzminister im schwedischen Göteborg.
(apa/red)
