Wird Opel-Deal zum Mega-Verlust? Magna wird wohl reihenweise Aufträge verlieren!
- VW springt ab: Keine Fertigung mehr bei Magna
- Chrysler könnte Fiat-Geschäft bei Magna einstellen

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Magna muss sich wegen seines Opel-Engagements auf den Verlust von Aufträgen einstellen. Wie das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" meldet, ist für die kommenden Tage ein Gespräch zwischen Magna-Chef Wolf und VW-Einkaufsvorstand Sanz anberaumt. Der Autokonzern, der bisher um rund zwei Mrd. Euro bei Magna einkaufte, wolle dieses Geschäft stark reduzieren oder gar ganz einstellen.
Magna werde durch den Einstieg bei Opel selbst zum Autoproduzenten und damit VW-Konkurrent, heißt es aus Wolfsburg. Deswegen will VW künftig bei Magna keine Teile mehr bestellen, die Rückschlüsse auf künftige Modelle erlauben. Aus den Maßen für Armaturenbrett, Türverkleidungen, Dachhimmel und andere Teile könne man beispielsweise die Größe des nächsten Golfs errechnen.
Keine Porsche-Produktion bei Magna
Zudem möchte der VW-Konzern, zu dem künftig auch die Marke Porsche gehört, die geplante Produktion der Porsche-Modelle Boxster und Cayman bei Magna verhindern. Den Vertrag dazu hatte der damalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking unterzeichnet. Die Fahrzeuge könnten auch beim notleidenden niedersächsischen Zulieferer Karmann oder im VW-Werk im westsächsischen Mosel produziert werden. Fiat hat bereits erklärt, dass seine neue US-Beteiligung Chrysler künftig drei Modelle nicht mehr bei Magna montieren lasse.
Magna hat im Zuge der Opel-Übernahme zugesichert, sein Zuliefergeschäft künftig strikt vom Engagement beim deutschen Autokonzern trennen zu wollen. Magna-Chef Wolf zeigte sich zuversichtlich, die Zulieferaufträge halten zu können und verwies auf die Konkurrenzfähigkeit der von seinem Unternehmen angebotenen Leistungen und Produkte.
(apa/red)

