Jetzt stecken wir bis zum Hals in Schulden:
Pröll verkündet noch höheres Budgetdefizit
- Vizekanzler gelassen: "Liegt im europäischen Schnitt"
- Optimistische Prognose für 2010 bleibt unverändert

·Morgengrauen lässt
sich bei uns noch Zeit
Arbeitslosigkeit steigt im September um 28 Prozent
·Unser Nachbar steckt
ganz tief im Minus
Deutschland heuer bisher
mit 57,2 Milliarden Defizit
Ein Bankenpaket, eine Verschrottungsprämie, eine Handvoll Infrastrukturinvestitionen und noch ein paar andere Kleinigkeiten - so ein Schuldenberg ist schnell gebaut. Dass in Österreich aber ein ganzes Schuldenmassiv angehäuft wurde, muss nun auch Finanzminister Josef Pröll eingestehen. Statt des zuvor prognostizierten Budgetdefizits von 3,5 Prozent ist nun für das heurige Jahr mit einem Schuldenzuwachs von 3,9 Prozent zu rechnen. Für Pröll trotzdem kein Grund zur Panik.
"Das liegt im europäischen Schnitt", rechtfertigte der Vizekanzler die neuen Zahlen. Pröll sprach von einem "durchaus respektablen Ergebnis". Der europäische Durchschnitt liege ja bei Minus 6 Prozent in Frankreich sogar bei 8 Prozent.
Keine Änderung gibt es bei der Vorschau für 2010, die mit einem zu erwarteten Budgetdefizit von 4,7 Prozent gleichbleibt, sagte Pröll bei der Tagung der EU-Finanzminister im schwedischen Göteborg.
(apa/red)

