Donnerstag, 1. Oktober 2009

Salzburg-Coach vor Villarreal gewarnt: Schwachen Liga-Start nicht überbewerten

  • "Spieler sind noch nicht dort, wo sie sein müssen"
  • Beide Teams treten praktisch in Bestbesetzung an

Salzburg-Trainer Huub Stevens will den schwachen Start des kommenden Europa-League-Gruppengegners Villarreal CF in die spanische Fußball-Meisterschaft nicht überbewerten. "Ich weiß, gegen welche Gegner er gespielt hat", erklärte die Niederländer vor dem Heimspiel gegen die Spanier heute (19.00 Uhr/live auf NEWS.at) in Wals-Siezenheim.

Villarreal liegt nach fünf Runden noch ohne Sieg auf dem 18. Tabellenplatz, zuletzt setzte es Niederlagen gegen Athletic Bilbao, Real Madrid und Deportivo La Coruna. "Gegen diese Mannschaften kann man verlieren. Sie haben einen so guten Kader, dass sie am Ende wieder unter den ersten Fünf sein werden", meinte Stevens. "Die kommen da unten sicher wieder raus."

Im Vorjahr hatte sich Villarreal genau auf diesem fünften Endrang klassiert, nachdem man lange sogar den Großclubs FC Barcelona und Real Paroli geboten hatte. In der Europa-League-Quali wurde NAC Breda 3:1 und 6:1 abgefertigt, dazu kam in Gruppe G ein mühevoller 1:0-Auftaktsieg gegen Lewski Sofia. Über die spielerische Qualität von Villarreal lasse sich aber nicht streiten.

"Zufriedenheit ist ein Vulkan"
"Auch wir haben unsere ganze Qualität noch nicht gezeigt", erklärte Stevens. Sein Team ist nach neun Runden mit 20 Punkten Tabellenführer der Bundesliga, hat die EL-Gruppenphase zudem mit einem sensationellen 2:1-Sieg in Rom gegen Lazio eröffnet. "Die Spieler sind aber noch nicht dort, wo sie sein müssen", sagte der Bullen-Coach. "Zufriedenheit ist ein Vulkan."

Villarreal wird die nächste große Bewährungsprobe, personell können beide Teams praktisch aus dem Vollen schöpfen. Während bei Salzburg nur die Langzeit-Verletzten Louis Ngwat-Mahop und Karel Pitak sowie die nicht nominierten Sasa Ilic, Rene Aufhauser, Anis Boussaidi und Mehdi Traoui fehlen, muss Villarreal auf den angeschlagenen Verteidiger Diego Godin und den an der Achillessehne blessierten Mittelfeldspieler Ariel Ibagaza verzichten.

Spanische Topteams waren zuletzt schon mehrmals in Wals-Siezenheim zu Gast. 2006 scheiterten die Salzburger, die mit dem deutschen KFZ-Unternehmen Förch einen neuen Business Partner präsentierten, trotz eines 1:0-Heimsieges in der CL-Quali an Valencia, 2008 setzte es im UEFA-Cup gegen FC Sevilla ein 0:2.

"Hoffe auf Unterstützung der Fans"
Für das erste Heimspiel der Ära Red Bull in einer Gruppenphase waren bis Dienstag 17.000 Karten verkauft. Es darf mit etwa 20.000 Zuschauern gerechnet werden. "Ich hoffe auf die Unterstützung der Fans, denn die werden wir brauchen", meinte Stevens.

(apa/red)

1.10.2009 07:39