Austria-Gegner wirbt mit berühmtem Sohn:
Cristiano Ronaldo spielte mal bei Funchal
- Portugiesen im Horr-Stadion 2. Gegner der Veilchen
- Knappe Auftaktniederlage gegen Werder Bremen

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Daxbacher hadert mir Chancenauswertung
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Klare 0:3-Niederlage bei Auftakt in der Gruppe L
Der Club Desportivo Funchal, der heute (19.00 Uhr/live auf NEWS.at) im Horr-Stadion zweiter Gegner des FK Austria Wien in der Gruppe L der Europa League ist, hat im nationalen wie im internationalen Fußball bisher noch keine große Rolle gespielt. Das 2:3 daheim zum Auftakt gegen Werder Bremen war erst der siebente Auftritt auf der großen europäischen Fußball-Bühne.
Der 1910 gegründete Verein aus der Hauptstadt der im Atlantik liegenden Blumeninsel spielt erst seit sieben Jahren in der obersten portugiesischen Liga und absolvierte vor dem Werder-Treffen erst sechs UEFA-Cup-Spiele. Einem Remis und zwei Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber. Ein Erfolg sticht aber aus dieser Bilanz ins Auge, liegt gar nicht so lange zurück und sollte für die Violetten Warnung sein.
Zenit St. Petersburg ausgeschaltet
In der vierten und letzten Quali-Runde der Europa League eliminierten die Insulaner mit Zenit St. Petersburg den UEFA-Cup-Sieger 2008. Einem 4:3 daheim folgte auswärts ein 1:1. Spätestens seit diesem Zeitpunkt hat sich Nacional Respekt und Beachtung verschafft. "Damit haben wir bewiesen, dass wir uns vor niemandem fürchten müssen", sagte 31-jährige Abwehrmann und Kapitän Bruno A. Patacas, der gegen Werder gesperrt war.
Ronaldo als berühmtester Sohn
"Berühmtheit" erlangte der Club aber schon vorher durch Cristiano Ronaldo des Santos Aveiro. Der Star von Real Madrid und mit 94 Mio. teuerste Fußballer der Welt hat als Jugendlicher knapp drei Jahre im Nacional-Dress gespielt und wurde dort Nachwuchsmeister. Für die Schwarz-Weißen hatte er sich erst entschieden, nachdem der Lokalrivale Maritimo ein vereinbartes Treffen mit dem Talent hatte platzen lassen.
Die Künste des kleinen Dribblanskis sprachen sich schnell über die rund 100.000 Einwohner zählende Hafenstadt, die über 30.000 Hotelbetten verfügt, hinaus bis in die 1.000 km nordöstlich gelegene Hauptstadt Lissabon herum. 1997 holte Sporting den kleinen Ronaldo in die große Fußball-Welt. "Es war nicht leicht, Madeira zu verlassen und in einer Stadt wie Lissabon alleine zu leben. Ich habe oft geweint", erzählte der Weltstar.
Der Club war auch Heimat anderer Kicker mit bekannterem Namen. Der Schweizer Teamkeeper Diego Benaglio wurde im Jänner 2008 von Felix Magath zum VfL Wolfsburg gelotst und im heurigen Sommer wechselte der brasilianische Stürmer Nene, der mit 20 Treffern Torschützenkönig geworden war, für die Club-Rekordablöse von vier Millionen Euro zu US Cagliari. Im 27-köpfigen Profi-Kader befinden sich jetzt noch neun Brasilianer, denen u.a. neun Portugiesen und fünf Afrikaner gegenüberstehen.
Wie erstmals 2004 wurde der CD Nacional auch heuer Liga-Vierte und damit Teilnehmer an der Qualifikation zur ersten Europa League. Besser platziert war der Club von Manuel Machado noch nie. Wie Nacional kennt der heuer in die Türkei übersiedelte ÖFB-Stürmer Roland Linz auch den 53-Jährigen bestens. Der war von November 2007 bis April 2008 Braga-Coach und damit Chef des Steirers.
Kleine Arena, Mini-Budget
Nacional verfügt mit dem Estadio Rui Alves (Kapazität 5.000) über eine kleine Arena und auch über ein Mini-Budget. Mit dem bescheidenen Mitteln finden daher meist auch nur Legionäre der zweiten oder dritten Kategorie den Weg auf die Ferieninsel. Wenn Präsident Rui Antonio Macedo Alves, ein Bauingenieur, mit namhafteren Spielern redet, lockt er diese meist mit der Geschichte von den Anfängen Cristiano Ronaldos.
(apa/red)
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