Helfer geben Hoffnung auf: Suche nach
Überlebenden in Sumatra eingestellt
- Aufräumarbeiten beginnen mit schwerem Gerät
- 704 Tote bestätigt. Fast 1.000 Menschen vermisst

·Katastrophen-Helfer auf Samoa frustriert
Zu wenig Hilfe: Weit über 100 Menschen getötet
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Katastrophe forderte mehrere hundert Tote
·Spenden für Beben-
Opfer in Indonesien
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Gewaltige Flutwelle
verwüstete Pazifik-Inseln
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"Sog war gewaltig"
Zeugen berichten von der Flutwelle auf Samoa
Nach dem verheerenden Erdbeben auf Sumatra ist die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 704 gestiegen. 960 Menschen wurden nach Angaben der Behörden noch vermisst. Die Hoffnung, sie lebend zu finden, sank allerdings gegen Null. Seit Dienstag wird schweres Gerät eingesetzt, um die Trümmer von tausenden zerstörten Häusern auf der indonesischen Insel zu beseitigen und den Wiederaufbau der verwüsteten Stadt Padang zu ermöglichen.
Die Räumungsarbeiten an einem Hotel der Küstenstadt wurden am Dienstag vorübergehend abgebrochen, nachdem eine Mitarbeiterin von Hilferufen einer Frau aus den Trümmern berichtet hatte. "Ich hörte eine schwache Stimme, sie rief 'Hilfe, Hilfe, Hilfe!'", sagte die Hotelangestellte. Rettungskräfte mit Spezialgerät wurden angefordert, um nach Lebenszeichen zu suchen.
Bei den meisten Menschen, die noch Angehörige oder Freunde vermissen, schlug die Hoffnung in Trauer um. "Ich komme seit der Katastrophe am Mittwoch jeden Tag her", sagte Firmansyah Blis, ein Hotelgast, von dessen Frau noch jede Spur fehlt. "Ich glaube nicht, dass sie noch lebt. Die Rettungsmannschaften haben alles getan. Jetzt hoffe ich nur, dass sie die Leiche meiner Frau finden."
"Suche nach Überlebenden aufgegeben"
"Wir haben die Suche nach Überlebenden aufgegeben und konzentrieren uns nun auf den Einsatz schweren Räumgeräts", sagte der Leiter der Räumungsarbeiten, Ade Edward. "Wir hoffen, die Trümmer binnen zwei Wochen zu beseitigen, damit wir mit dem Wiederaufbau beginnen können."
Das Beben der Stärke 7,6 am vergangenen Mittwoch hat laut Katastrophenschutz knapp 84.000 Häuser, 200 öffentliche Gebäude und 285 Schulen völlig zerstört. Rund 100.000 Häuser wurden schwer beschädigt.
Eine Woche nach der Katastrophe können aber bereits 70.000 Kinder wieder in die Schule gehen. "Dies ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass wieder Normalität in das Leben dieser Kinder einkehrt", sagte Angela Kearney, Leiterin von UNICEF Indonesien. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen lieferte für den Schulstart 250 große Zelte sowie Unterrichtsmaterial, einfache Sportartikel und Spielzeug. Kearney: "Viele Kinder haben mit mir über ihre Zukunftsängste gesprochen. Sie sorgen sich über weitere Beben, über den Verlust ihres Zuhauses und dass sie nie wieder zur Schule gehen können."
(apa/red)
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