Tsunami verwüstet Südsee-Insel: Helfer auf Samoa frustriert über fehlende Hilfe
- Nicht genügend Einsatzkräfte & Gerät zur Verfügung
- Riesenwellte riss weit über 100 Menschen in den Tod
·BILDER: Chaos und Zerstörung auf Samoa
Gewaltige Flutwelle
verwüstete Pazifik-Inseln
·Verzweifelte Suche nach Überlebenden
Sumatra: 4.000 Leute liegen unter Trümmern
·Überlebende erzählt:
"Sog war gewaltig"
Zeugen berichten von der Flutwelle auf Samoa
·Samoa ehemalige deutsche Kolonie
Auf Inseln leben rund 240.000 Menschen
·Video: Tsunami suchte Samoa heim
Flutwelle riss zahlreiche Menschen in den Tod
·Bilder: Schreckliches Beben vor Indonesien
Katastrophe forderte mehrere hundert Tote

Nach dem Erdbeben und Tsunami vor den Samoa-Inseln in der Südsee werden immer mehr Leichen an Land gespült. Offiziell liegt die Zahl der Todesopfer bei 149 auf Samoa, 31 auf Amerikanisch-Samoa und neun auf einer abgelegenen Insel des Staates Tonga mehrere hundert Kilometer weiter südlich.
Bergungsteams aus Neuseeland äußerten sich frustriert, weil nicht genügend Helfer und Gerät zur Verfügung standen, um die Opfer zu bergen. Der neuseeländische Regierungschef John Key wurde in der Hauptstadt Apia erwartet, um der Regierung weitere Hilfe zuzusagen. Samoa war früher eine deutsche Kolonie und dann lange Jahre neuseeländisches Territorium.
Tausende Menschen leben dort nach wie vor in Zelten und unter notdürftig aufgebauten Plastikplanen, weil ihre Häuser in Strandnähe von den meterhohen Tsunamiwellen fortgerissen wurden. Viele haben Angehörige verloren, die von dem Sog der Wassermassen aufs Meer hinaus gezogen worden waren. In der Ortschaft Lalomanu war eine populäre Ferienanlage dem Erdboden gleichgemacht.
Sechs Meter hohe Wellen
Dort waren Freiwillige aus Neuseeland damit beschäftigt, Opfer zu bergen. Viele wühlten mit bloßen Händen in einer drei Meter dicken Schicht von Schutt, Geröll, Schlamm und Bäumen, die die bis zu sechs Meter hohen Wellen an die Berghänge geschleudert hatten. Das Erdbeben hatte die Stärke 8,3. Das Epizentrum lag 200 Kilometer vor der Südküste.
Vaughan Simpson deutete frustriert auf einen der Toten. "Diese Leiche haben wir nur durch Zufall gefunden", sagte er der neuseeländischen Zeitung "Dominion Post". "Wir sind nicht genug Leute hier, und jetzt wollen sie schon die Bulldozer einsetzen - wissen sie, was mit den Leichen dann passiert?" Nach Angaben von Tony Hill, dem Feuerwehrchef, der die Arbeiten in Lalomanu koordiniert, wurden an einem Tag 14 Leichen geborgen und 16 am Strand angeschwemmt.
(apa/red)
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