19 Frauen für ein kleines Lebenszeichen:
Israel lässt Palästinenserinnen wieder frei
- Dafür Video mit entführtem Soldaten Shalit erhalten
- Hamas fordert für seine Freilassung 450 Gefangene

·UNO wirft Israel Kriegsverbrechen vor
Gaza: Einsatz von Gewalt war unverhältnismäßig
·Siedlungsstopp als Baustein für Frieden
Israel: Merkel fordert mit Nachdruck Umdenken ein
·Kritik: Ist Norwegen etwa antisemitisch?
Lieberman erhebt gegen weiteres Land Vorwürfe
Israel hat im Austausch für ein Lebenszeichen des vor drei Jahren entführten Soldaten Shalit19 Palästinenserinnen aus der Haft entlassen. Die Frauen überquerten in Jeeps des Roten Kreuzes die Grenzen zum Gazastreifen und Westjordanland. Dort wurden sie von jubelnden Familienangehörigen in Empfang genommen. Israelische Medien berichteten, Shalit sehe gesund aus und spreche flüssig.
Der israelische Soldat war am 25. Juni 2006 von einem palästinensischen Kommando in den Gazastreifen entführt worden. Seitdem hat seine Familie nur drei Briefe und eine Audio-Botschaft erhalten. Die Eltern und die israelische Regierung haben noch nicht entschieden, ob das Video den Medien zur Veröffentlichung übergeben wird. Das letzte Lebenszeichen Shalits stammt vom Juni vergangenen Jahres. Der Austausch ist nach Angaben Israels und der Hamas vor allem den Bemühungen eines deutschen Vermittlers zu verdanken.
Wegen eines Verfahrensfehlers der Gefängnisbehörde hat Israel nur 19 der vereinbarten 20 Frauen freigelassen. Eine 15-Jährige, die auch auf der Liste stand, war nach Ablauf ihrer Haftzeit bereits am Mittwoch vor Beginn des Austauschs entlassen worden. Für sie soll jetzt am Sonntag eine 33 Jahre alte Mutter von vier Kindern in den Gazastreifen zurückkehren dürfen.
Deutsche und ägyptische Vermittler hatten die Einigung vorgeschlagen, die am Mittwoch zustande kam. Die Hamas fordert im Austausch gegen den israelischen Soldaten die Freilassung von 450 palästinensischen Gefangenen.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
