Der nächste Versuch zur friedlichen Lösung:
UN-Vetomächte starten Gespräche mit Iran
- Erste Annäherung bei den Atomgesprächen in Genf
- Uran für den Iran soll im Ausland aufbereitet werden

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Die USA und der Iran haben auf bisher höchster Ebene Verhandlungen über das iranische Atomprogramm geführt. Beim Treffen der fünf UNO-Vetomächte und Deutschlands mit dem Iran in Genf kamen am Donnerstag US-Unterhändler Burns und der iranische Chefunterhändler Jalili zusammen. Man einigte sich darauf, Uran für den Iran im Ausland anzureichern. Ende Oktober soll es ein weiteres Treffen geben.
Unter Vorsitz von EU-Chefdiplomat Solana trafen sich die Delegationen der Vetomächte, Deutschlands und des Iran am Genfer See zu den ersten Atomgesprächen seit 14 Monaten. Burns und Jalili, ein Vertrauter des iranischen Präsidenten Ahmadinejad, kamen dabei zu einer Unterredung zusammen. Es sei das erste Treffen dieser Art seit Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und dem Iran vor 30 Jahren, sagte ein US-Diplomat.
Laut Solana bekundeten die Gesprächspartner ihre grundsätzliche Zustimmung, dass "im Iran schwach angereichertes Uran für die weitere Anreicherung in andere Länder exportiert" werden soll. Der radioaktive Stoff soll demnach in einem Forschungsreaktor eingesetzt werden. Ahmadinejad hatte bereits vor den Gesprächen vorgeschlagen, sein Land könne um 19,75 Prozent angereichertes Uran für medizinische Zwecke im Ausland einkaufen.
Nach Solanas Angaben wird der Iran zudem "in den kommenden Wochen" Inspektoren der Internationalen Atomenergieorganisation IAEO den Zugang zu der zweiten Atomanlage zur Urananreicherung nahe der Stadt Ghom (Qom) ermöglichen. Darüber hinaus habe man sich geeinigt, die Gespräche über das Atomprogramm des Landes zu intensivieren. Die IAEO teilte indes mit, dass der Generaldirektor der UNO-Atombehörde "bald" auf Einladung der iranischen Behörden nach Teheran reisen werde. Mohamed ElBaradei werde dort "eine Reihe von Fragen erörtern", hieß es in einer Pressemitteilung der IAEO.
(apa/red)
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