Die Uhr tickt gegen die Rettungskräfte:
Suche in Trümmern nach Überlebenden
- Sumatra: Zahl der Todesopfer bei mindestens 1.100
- Frau nach 40 Stunden unter Trümmern geborgen
Helfer aus Österreich sind unterwegs nach Sumatra
·VIDEO: Erdbeben
forderte hunderte Tote
Indonesien: Suche nach Überlebenden beginnt
·Bilder: Schreckliches Beben vor Indonesien
Katastrophe forderte mehrere hundert Tote
·Spenden für Beben-
Opfer in Indonesien
Notfallteams von CARE helfen Menschen vor Ort
·BILDER: Chaos und Zerstörung auf Samoa
Gewaltige Flutwelle
verwüstete Pazifik-Inseln
·Video: Tsunami suchte Samoa heim
Flutwelle riss zahlreiche Menschen in den Tod
·Überlebende erzählt:
"Sog war gewaltig"
Zeugen berichten von der Flutwelle auf Samoa
·Samoa ehemalige deutsche Kolonie
Auf Inseln leben rund 240.000 Menschen

In einem Wettlauf gegen die Zeit haben Helfer im Erdbebengebiet auf Sumatra nach weiteren Überlebenden gesucht. Hoffnungsschimmer war die Rettung einer jungen Frau mehr als 40 Stunden nach dem verheerenden Erdstoß: Die 19-Jährige wurde lebend unter den Trümmern einer Sprachschule in der Stadt Padang geborgen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden noch fast 3.000 Menschen unter eingestürzten Gebäuden vermutet. Die UNO geht von mindestens 1.100 Todesopfern aus.
Die 19-Jährige sei bei Bewusstsein und es gehe ihr gut, sagte eine Krankenschwester. Ebenfalls in Padang wurden rund 100 Menschen unter den Trümmern eines Hotels vermutet. Die Rettungskräfte entdeckten unter Bergen von Beton, Ziegeln und Stahl Lebenszeichen, wie ihr Sprecher Gagah Prakosa sagte.
Mit bloßen Händen graben
Die Rettungsarbeiten gestalteten sich äußerst schwierig. Einheimische gruben mit Schaufeln oder bloßen Händen nach Verschütteten. Da oft schwere Baumaschinen fehlen, war es vielfach unmöglich, die riesigen Betonplatten wegzuheben, die auf den Trümmern liegen. Den Helfern läuft mittlerweile allerdings auch bei der Bergung der Toten die Zeit davon. In der tropischen Hitze beginnen die Leichen zu verwesen. In den Moscheen wurden Vorbereitungen für Massenbeisetzungen getroffen. Präsident Susilo Bambang Yudhoyono sagte in Jakarta: "Bereiten wir uns auf das Schlimmste vor".
Das Beben der Stärke 7,6 vom Mittwoch war das schwerste in Indonesien seit Mai 2006. Rund 2.400 Menschen wurden verletzt, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Mehr als 20.000 Gebäude seien zerstört oder beschädigt worden, sagte Sprecher Priyadi Kardono. Allein in der 900.000-Einwohnerstadt Padang wurden bisher 376 Tote geborgen.
Auch aus dem Ausland traf unterdessen immer mehr Unterstützung für die örtlichen Helfer ein. Flugzeuge brachten Ärzte, Sanitäter, Suchhunde-Teams sowie tonnenweise Trinkwasser, Medikamente und Lebensmittel. An einige der Zehntausenden Obdachlosen wurden Zelte verteilt.
Hilfe aus Österreich naht
Auch aus Österreich waren Helfer unterwegs nach Sumatra. Silvia Holzer von der Caritas wird bald eintreffen und das lokale Team der Organisation bei Maßnahmen für Überlebende unterstützen. Auch ein Mitarbeiter der Diakonie Katastrophenhilfe ist derzeit auf dem Weg nach Sumatra, um dort die Abstimmung der Hilfsaktivitäten direkt zu koordinieren. Heimische Rettungshundestaffeln sollen ebenfalls morgen auf der indonesischen Insel eintreffen. (apa/red)
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