Guinea: Massaker bei einer Kundgebung:
157 Tote nach Schüssen auf Oppositionelle
- Menschenrechts-Organisation berichtet von Blutbad
- Proteste gegen Kandidatur des Militärchefs aufgelöst

Die Sicherheitskräfte im westafrikanischen Staat Guinea haben bei der Auflösung einer Kundgebung von Oppositionellen 157 Menschen getötet. Das erklärte eine heimische Menschenrechtsgruppe unter Berufung auf Krankenhaus-Kreise. Die Zahl basiere auf Angaben von Spitälern in Conakry und beinhalte keine Leichen, die noch nicht in Krankenhäusern eingetroffen seien, so Thierno Maadjou Sow.
Der Präsident der Guineanischen Menschenrechts-Organisation schätzt die Zahl der Verletzten auf 1.250. Sicherheitskräfte hatten das Feuer auf Zehntausende Gegner der seit Ende 2008 nach einem unblutigen Putsch an der Macht befindlichen Militärregierung eröffnet, die dagegen protestierten, dass Juntachef Oberst Moussa Dadis Camara nächstes Jahr bei der Präsidentenwahl antreten will. Bisher war in Berichten von knapp 60 Toten die Rede gewesen.
(apa/red)
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