Honduras-Konflikt vor neuem Höhepunkt: Zelaya ruft jetzt zur "finalen Offensive" auf
- Ex-Präsident agiert von brasilianischer Botschaft aus
- Ausgangssperre: Angst vor neuen Ausschreitungen

·Manuel Zelaya ist
zurück in Honduras
Gestürzter Präsident findet Asyl in Botschaft
·Eines der ärmsten Länder Südamerikas
Honduras: 80 Prozent leben in bitterer Armut
Die honduranischen Konfliktparteien steuern auf eine Verschärfung der Krise zu. Ex-Präsident Zelaya, der seit einer Woche von der brasilianischen Botschaft in der Hauptstadt Tegucigalpa aus agiert, rief zur "finalen Offensive" gegen die Übergangsregierung auf. Übergangspräsident Micheletti forderte Brasilien auf, seine Botschaft nicht zum Zentrum der Rebellion werden zu lassen.
Michelettis Regierung lehnte es zuvor ab, Gespräche mit der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) zu führen und verweigerte einem Vorauskommando der Organisation die Einreise. Der Übergangspräsident ließ erneut in fast dem ganzen Land eine nächtliche Ausgangssperre verhängen, um eine Rebellion zu verhindern. Es ist genau drei Monate her, dass ein Militärkommando Zelaya im Auftrag des Obersten Gerichtes festnahm und ihn ins Ausland schaffte.
Die Übergangsregierung stellte Brasilien das Ultimatum, in zehn Tagen den Status Zelayas in der Botschaft zu klären. Wenn dies nicht geschehe, werde die Botschaft ihren diplomatischen Status verlieren, erklärte Außenminister Carlos López Contreras am Sonntag in Tegucigalpa. Die Aufnahme Zelayas, der die Macht zurückerobern will, sei eine Intervention in die inneren Angelegenheiten von Honduras und ein Verstoß gegen internationales Recht.
(apa/red)
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