Iran sorgt mit Raketentests für Aufregung: Teheran feuert Mittelstreckenrakete ab
- Geschosse sollen bis zu 2.000 km weit fliegen
- Teheran baut weitere Anlage zur Urananreicherung

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streckenrakete getestet
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ist kein Atomexperte
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Der Iran hat seine Raketentest mit der Shahab-3 fortgesetzt, die die größte Reichweite im Arsenal Teherans hat. Das berichteten staatliche iranische Medien. Die Mittelstreckenrakete kann Ziele in bis zu 2.000 Kilometern Entfernung treffen und könnte damit zumindest theoretisch israelisches Gebiet erreichen. Die militärische Führung Irans hatte mehrfach mit einem Raketenangriff auf den jüdischen Staat für den Fall gedroht, dass die iranischen Atomanlagen von Israel angegriffen würden.
Bereits zuvor waren Kurzstreckenraketen und Raketen des Typs Shahab-2 erprobt worden. Nach Angaben des Brigadegenerals der Revolutionsgarden, Hossein Salami, lagen die Ziele zwischen etwa 300 und 700 Kilometer entfernt. Die Erprobung sei erfolgreich gewesen. Die Shahab-3-Tests seien der dritte und letzte Teil der Serie.
Ein Sprecher des Teheraner Außenministeriums betonte unterdessen, dass es keinerlei Zusammenhang zwischen den Raketentests und dem Bau einer zweiten Anlage zur Urananreicherung gebe. Es handle es sich um ganz übliche jährliche Tests im Rahmen eines Manövers zur Überprüfung der Verteidigungsfähigkeit des Landes.
Der Bau einer zweiten iranischen Anlage zur Urananreicherung war in der vergangenen Woche bekannt geworden und hatte international Besorgnis ausgelöst. Es wird befürchtet, das das islamische Land den Bau von Atombomben anstrebt. Der Iran beteuert, das atomare Material nur für zivile Zwecke nutzen zu wollen. Iran hatte die Raketentests angekündigt.
Russland warnt vor dem Iran
Russische Militärs haben unterdessen vor einer zunehmenden Gefahr durch iranische Raketen gewarnt. "Diese Entwicklung, die wir uns früher nicht vorstellen konnten, läuft sehr aktiv", sagte Generalmajor Wladimir Dworkin. Der an der Moskauer Akademie der Wissenschaften beschäftigte Dworkin sagte, nach russischen Informationen forsche der Iran mit Hochdruck an Raketen mit bis zu 5.500 Kilometern Reichweite. "Es ist sehr naiv anzunehmen, dass der Iran sich solche Technologien nicht aneignen könnte."
Dworkin erinnerte daran, dass der Iran im Februar seinen ersten selbst gebauten Satelliten in eine Erdumlaufbahn gebracht habe. Die damals verwendete Trägerrakete vom Typ Safir 2 (Botschafter) lasse den Schluss zu, dass Teheran in dieser Forschung relativ weit fortgeschritten sei, sagte der Generalmajor. Der ehemalige Leiter der Raketenabwehrtruppen in Moskau, General Nikolai Rodionow, sagte, Russland werde iranische Raketentests weiter aufmerksam durch die Radaranlage Gabala in Aserbaidschan verfolgen. Im mittlerweile beigelegten Streit über eine US-Raketenabwehr in Mitteleuropa hatte Russland den USA angeboten, die Anlage in Gabala gemeinsam zu nutzen.
(apa/red)
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