Die Sonderausstellung im Leopold Museum
"EDWARD MUNCH und das Unheimliche"
- Mysthisch, morbid, beunruhigend und tiefschwarz
- 180 Werke geben Einblick in seelische Abgründe
Edvard Munch, einer der wichtigsten europäischen Künstler, steht im Mittelpunkt der großen Herbstausstellung des Leopold Museum. Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen neben den Werken Edvard Munchs »Angst», »Die Pubertät«, »Das kranke Mädchen«, die »Madonna«, »Selbstporträt in der Hölle« jene des Belgiers James Ensor, Bilder von Arnold Böcklin und Gustave Moreau oder Cuno Amiets Triptychon »Hoffnung und Tod«, ein Schlüsselwerk des Symbolismus.
Munchs Werk ist von Liebe, Angst und Tod bestimmt. Die symbolgeladene Atmosphäre verleiht vielen seiner Werke eine unheimliche Komponente. Die Seelenzustände, die innere Zerrissenheit des Künstlers, manifestiert sich in drastischen Bildfindungen, wie etwa in den Werken »Angst« oder »Das Geschrei«. Die Tragik in der sexuellen Beziehung wird im Bild »Der Vampyr« deutlich. Die Frau mit roten Haaren wie Schlangen, saugt dem »männlichen Opfer« das Blut aus. Die Ausstellung »Edvard Munch und das Unheimliche« spannt einen Bogen vom späten 18. Jahrhundert (Piranesi, Goyas »Caprichos«) bis zum frühen 20. Jahrhundert.
Psychologische Erkenntnisse
Die Beschäftigung mit dem Unheimlichen, Unerklärlichen und Unfassbaren war in der bildenden Kunst schon immer vorhanden (Albrecht Dürer, »Ritter, Tod und Teufel«, die unheimlichen Phantasien des Hieronymus Bosch, Johann Heinrich Füsslis »Nachtmahr«). Die berühmten 1745-50 entstandenen »Carceri« des Giovanni Battista Piranesi bedrücken im 18. Jahrhundert durch die Stimmung des Unheimlichen und Unzugänglichen. Francisco de Goyas berühmte Radierung »Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer« (um 1799) ist ein Schritt in ein neues Denken, hundert Jahre später (1900) schreibt Sigmund Freud das epochale Werk, »Die Traumdeutung«. Nach den meisterhaften Zyklen Goyas um 1800 sind vor allem die Werke der Symbolisten in Deutschland, Frankreich, Belgien und Italien durchdrungen von unheimlichen Ideen. Am Ende dieser Reihe stehen die Künstler Edvard Munch, James Ensor und Alfred Kubin, deren Werke ihre eigenen übersteigerten Ängste und Seelenzustände in künstlerisch vollendeter Form dargestellt haben.
Edward Munch und das Unheimliche
Bis 18.01.2010
Leopold Museum-Privatstiftung
MuseumsQuartier
Museumsplatz 1
1070 Wien
Öffnungszeiten:
Täglich außer Dienstag: 10.0018.00 Uhr
Donnerstag: 10.0021.00 Uhr

