"profil": Spindelegger gegen schärferes Vorgehen im Atomstreit mit dem Iran
- Außenminister: "Nicht die Sanktionskeule schwingen"
- Strafe könnte Zivilbevölkerung am härtesten treffen

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In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "profil" lehnt Österreichs Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) eine Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran ab: "Man soll im Umfeld der ersten direkten Gespräche mit dem Iran nicht die Sanktionskeule schwingen. Denn die einfachste Antwort des Iran wäre ein Nein und die Gesprächsverweigerung." Abgesehen davon müsse es vermieden werden, "dass die iranische Zivilbevölkerung durch die Sanktionen getroffen wird".
Den Abzug der im Tschad stationierten Blauhelme des österreichischen Bundesheeres nach nicht einmal zwei Jahren Einsatz verteidigt Spindelegger: "Jeder übernimmt für einen bestimmten Zeitraum eine Sicherungsaufgabe. Der Tschad ist ja nicht der einzige Konfliktherd. Es wird Neues geben, wo auch Österreich wieder einen Beitrag leisten kann."
Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, die NATO und die USA in Afghanistan zu unterstützen, antwortet Spindelegger: "Das kommt auf den konkreten Einsatz an. Wir sind dort gefordert zu helfen, wo wir besondere Kompetenzen haben, etwa bei der Minenräumung oder beim Aufbau der afghanischen Polizei. Wir sind bereit, uns dort zu engagieren, und haben dafür auch finanzielle Mittel bereitgestellt."
Das Interview lesen Sie in voller Länge im aktuellen "profil"!
