Sonntag, 4. Oktober 2009

Neuer Chef für Oberösterreichs SP: Ackerl
will mehr Konturen bei Faymann und Partei

  • "Eindruck der Inkompetenz" bei SP-Parteizentrale
  • Mit Kanzler Faymann findet er aber sein Auskommen

Josef Ackerl, der vom Landesparteivorstand der SPÖ Oberösterreich als Nachfolger von Erich Haider zum geschäftsführenden Parteivorsitzenden bestellt werden soll, will auf Bundesebene die Konturen seiner Partei geschärft sehen. Von einem Schwenk nach rechts hält er nichts, fordert aber eine klare Integrationspolitik von der Bundesregierung mit einem Zuständigen im Bundeskanzleramt ein.

Mit SP-Chef Faymann ist er zufrieden - mit der Parteizentrale in Wien nicht, wie er feststellt: Er spricht wörtlich von einem "Eindruck der Inkompetenz". Zum Parteisekretariat mit den Bundesgeschäftsführern Rudas und Kräuter hält Ackerl fest: Es sei Angelegenheit des Vorsitzenden Faymann, wie zufrieden dieser mit seinen dortigen Leuten sei. "Aber er muss sich bewusst sein, dass, wenn innerhalb der Partei große Unzufriedenheit herrscht und nach außen hin der Eindruck von Inkompetenz erweckt wird, das auf seine Person zurückfällt." Im Wahlkampf habe er mit der Zentrale nicht die besten Erfahrungen gemacht. Er fordere aber jetzt nicht die Ablöse von Rudas und Kräuter, betont er, das sei eine Angelegenheit von Faymann. Dieser sei persönlich ein loyaler Mensch, doch Ackerl würde sich wünschen, dass der Parteichef Qualität und Ziele vermittle.

Generell findet der neue SPÖ-Chef in Oberösterreich: Faymann mache in letzter Zeit etliches besser, die Kritik zeige Wirkung. "Er ist ein auf Freundlichkeit und Umgänglichkeit getrimmter Typ. Er will kein böser Mensch sein. Da tut man sich schon schwer, anders zu sein, weil es die Situation erfordert." Der Bundesparteivorsitzende sollte die Dinge mehr zuspitzen, mehr Konturen zeigen, meint Ackerl. Es müsse erkennbar werden, was die SPÖ bewegen will.

(apa/red)

4.10.2009 22:00
Vasant, 04. 10. '09 14:40
Ackerl ist mir der Aussage auch schon unten durch!
Also wer mit Faymann "zufrieden" ist, der hat für mich in
der SPÖ ebenfalls schon versagt! Und ned böse sein, aber
was hilft ein "auf Freundlichkeit und Umgänglichkeit"
getrimmter Typ, der außer Grinsen keine Ahnung von
Politik hat?

Wenn wir eine Grinsekatze wollen, dann schau ma uns
doch besser "Alice im Wunderland" an, denn das kannst
wenigstens "Unterhaltung" nennen.

Die SPÖ macht die gleichen Fehler wie vor Jahren, die
SPÖ hat keine neuen Ideen und keine guten Konzepte
und die SPÖ zieht keine Konsequenzen aus den bisherigen
Niederlagen und auch die Verantwortlichen wie ein Herr
Faymann gehen nicht mit Anstand und Würde und genau
das reißt die SPÖ in den absoluten Untergang!

Die SPÖ ist halt keine Zukunftspartei mehr, sondern
eine in der Vergangenheit lebende Schwachstelle!
sidestep, 04. 10. '09 10:16
Königmorden
Das "Königmorden" hat mit dem Bestschießen auf Faymann begonnen. Es ist die Frage, wie lange der "kalte Lächler" sich noch halten kann. Die Kronprinzen wie z.B. der Steierer VOVES scharren schon in den Startlöchern. Die "Drecksarbeit" lassen sie allerdings andere machen!
BennoB, 04. 10. '09 12:04
Re: Königmorden
Wo können Sie bitte in Faymann einen König entdecken.
Wenn man bedenkt, dass Könige in der Vergangenheit und
in der Gegenwart meistens eher abgehoben und mit wenig
Verständnis für die Nöte des Volkes agieren bzw. regieren, haben sie 100 % recht. Das Problem der SPÖ ist aber nicht
den König zu tauschen. Ihre Dogmen gehören überarbeitet.