Montag, 28. September 2009

Werner Faymann und der Druck von innen:
"Ist eine Katastrophe für die Bundes-SPÖ"

  • Bundeskanzler nach OÖ-Wahl stark unter Beschuss
  • "Verkaufen rote Socken, gefragt sind offenbar bunte"
    Die Reaktion des SPÖ-Chefs: "Zu ändern ist nichts"

13,39 - eine Zahl, die Werner Faymann wohl nicht so leicht vergessen wird. So viele Prozentpunkte hat die oberösterreichische SPÖ bei der Landtagswahl verloren. Das größte sozialdemokratische Minus der Zweiten Republik. Und der Grund, weshalb der parteiinterne Druck auf den Bundeskanzler und SPÖ-Chef ein immenser ist. Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller nannte das Kind beim Namen: "Das ist eine Katastrophe sowohl für die SPÖ Oberösterreich als auch für die Bundes-SPÖ".

Zudem forderte die Salzburger SP-Chefin noch am sonntäglichen Wahlabend eine inhaltliche Neuausrichtung: "Das ist eine saftige Drohung, dass wir an den Inhalten unserer Politik etwas ändern müssen. Wir müssen die Frage, wofür die SPÖ steht, beantworten."

Der steirische SPÖ-Chef LH Franz Voves gab eine dringende Empfehlung an die Bundesregierung ab, über die Erhöhung der Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld nachzudenken. Zu einer direkten Attacke auf den Bundeskanzler oder eine Personaldebatte ließ er sich aber nicht hinreißen.

"Überschriften zu wenig"
Der Kärntner SPÖ-Chef Reinhart Rohr sparte ebenfalls nicht mit Kritik: "Überschriften sind zu wenig. Die Menschen glauben allem Anschein nicht, dass wir diese auch umsetzen". Und die Vorarlberger Landespartei fordert, "unsere Dogmen zu hinterfragen".

Der parteiinterne Nachwuchs, hört die "Alarmglocken schrillen". Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend (SJ), hält die "Inhalte in der Großen Koalition" für diskutabel und räumt ein, dass sich junge Menschen von der SPÖ "thematisch und personell" nicht angesprochen fühlen.

"Zu ändern ist nichts"
Des Bundeskanzlers Reaktion: "Zu ändern ist nichts". Personelle Konsequenzen wird es seiner Meinung zumindest unmittelbar nicht geben: "Ich suche keinen Sündenbock. Aktuell haben wir keine Änderung vor." Einen inhaltlichen Kurswechsel plant Faymann offenbar auch nicht, auch wenn beispielsweise bei der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Kriminalität oder in Sachen Bildungsreform noch viel zu tun sei. In diesen Fragen werde er auch Kanten zeigen. Eine härtere Gangart gegenüber dem Koalitionspartner im Allgemeinen plant der SPÖ-Chef sichtlich nicht: "Ich bin der allerletzte der den Streit sucht."

(apa/red)

28.9.2009 15:12
www.unzensuriert.schluss.tv, 07. 10. '09 07:22
Wirklich überraschend
Das ein Verlierer von fünf aufeinander folgenden Wahlen irgendwann unter Druck gerät ist wirklich überraschend.

Vor allem wenn man sich die qualitativen Aussagen Werner Feymans betrachtet:
.) Wir sollten den Kurs nicht ändern (Ich schätze diese Art des Denkens führte zum Untergang der Titanic)
.) Die FPÖ gewinnt ihre Wahlkämpfe nicht durch ihre Ausländerpolitik. sondern Österreich fordert eine soziale Partei (Danke Werner, werden uns bei den Freiheitlichen freuen, wenn DU zu uns kommst; immerhin bist DU Chef der Sozialistischen Partei Österreichs)

Ich als Freiheitlicher würde mich freuen, wenn Werner Feymann noch viele Jahre Chef der SPÖ bliebe. Uns tut das wirklich gut. Aber???

Hans-Georg Peitl
Präsident des
Verbandes für
unabhängige Journalisten
www.unzensuriert.schluss.tv
EssenceOfTruth, 30. 09. '09 19:08
strache...
strache hat die richtigen volksnahen messages,.. er sieht die probleme und spricht diese an..
pusher23, 28. 09. '09 19:55
Sündenböcke braucht man immer...
Ob der jetzt Faymann, Van der Bellen oder Strache oder sonstwie heißt, ist doch wirklich schon fast komplett egal... Diese Leute sind austauschbar, und einen Sündenbock braucht man immer! Dass es aber meist an grundlegenden Dingen scheitert, sehen die meisten halt nicht ein. Ja bitte, tauschtsn aus den lachenden Faymann, er ist auch nur der Nachfolger vom Herrn Gusi, und, wie beliebt war der zum Schluss??? Richtig: GAR NICHT. Das muss aber nicht nur an ihm liegen, sondern wie gesagt, eher an Grundlegendem! Lieber mal aufs Volk hören, anstatt auf die Wirtschaft, vielleicht werdet ihr dann auch wieder gewählt...
antikapitalist, 28. 09. '09 18:00
hab ichs doch gewusst,
das der österreichische pöbel nicht blöd,sondern saublöd ist,wie diese mails hier eindeutig beweisen
brezi77, 28. 09. '09 19:32
Re: hab ichs doch gewusst,
Naja, jeder hat das Recht seine Meinung zu sagen, ......
skorpion1100, 28. 09. '09 23:19
Re: hab ichs doch gewusst,
Wer hier Blöd und saublöd oder pöbel ist möchte ich nicht gerade wissen. Ich finde es nur schade das gewisse leute nichts lernen wollen aus ihren fehlern. Siehe ÖBB, Aua usw. Wie ich schon vor langer Zeit sagte, solange es keine Alternative für ROT und Schwarz, das sie gemeinsam mehr als 50 Prozent haben, gibt, wird sich auch nichts ändern.!! Grün ist nein lebt hinter dem Mond und glaubt wir brauchen noch mehr Verbrecher und Sozialschmarozzer auf kosten der Allgemeinheit. Orange ist wie es scheint auf Haiders spuren und Land beschränkt.!! Die einzigen die zur Zeit einen immer größeren Zuwachs verzeichnen ist scheinbar trotz Ausgrenzung die FPÖ, stellt man sich als Österreichischer Pöbel nur die Frage warum das so ist??
MfG skorpion1100
Vasant, 29. 09. '09 08:37
an antikapitalist
Also den einzig wirklich saublöden Kommentar lese ich
hier nur von dir!
irgendwer01, 29. 09. '09 08:38
Re: hab ichs doch gewusst,
Lieber Antikapitalist !

Jeder kann seine Meinung frei äußern. Aber denk einmal nach, das deine Aussage ziemlich vereinfacht ist. Ums kurz zusammenzufassen: Wählst du FPÖ, bist du ein SAUBLÖDER PROLET.

Damit hast du gleich einmal ein super Vorurteil geschaffen (was du wahrscheinlich Strache vorwerfen würdest, wenn er über Ausländer schimpft), andererseits würde ich mal ernsthaft nachdenken. Die Österreicher wählen aus den unterschiedlichsten Gründen. Und es sind sehr wahrscheinlich auch unter Straches Wählern viele höhergestellte Persönlichkeiten, genausow wie viele "Proleten" auch bei den Roten oder Grünen sind.

Wenn ich auch so agieren würde, würde ich dich als kiffenden, grün-wählenden Zivilversager einschätzen. Aber das mach ich nicht.

PS: Wähle nicht blau !!!!
Viennese, 28. 09. '09 16:18
Endlich!
Endlich ist die katze aus dem Sack! Feymann sagt daß nichts geändert werden muss, bitte wo ist denn da die Logik für den großen Verlust? Wenn alles o.k ist dann braucht man nichts ändern, aber so...??? Feymann und Konsorten wollen ihre Geschäfte machen, sonst gar nichts. Denen sind doch die ÖsterreicherInnen vollkommen schnurzegal. Solange der Rubel in Richtung SPÖ läuft ist alles in Butter und dann am Ende treten wir halt zurück. Wir haben unsere Taschen voll, also wer will Feymann etwas vorwerfen. Die Netzwerke arbeiten und er hat bereits seinen vertrag für danach in der Tasche, siehe Gusenbauer.
alpilili, 28. 09. '09 15:20
Super,
wenn Faymann & Consorten nichts ändern wollen und so weitermachen wie bisher, dann geht's endgültig mit der SPÖ den Bach runter und sie lösen sich von selber ins Nichts auf - auch in Wien! Endlich keine roten Bonzen mehr im Wiener Rathaus! Wie wohltuend diese Aussicht!!!!!!
Vasant, 28. 09. '09 15:10
Wie dumm kann ein Mensch sein?
Diese Frage sollte sich Herr Faymann wirklich bald stellen!

"Ändern kann man nichts" ... mit dieser Einstellung hat er
die SPÖ in den Boden gewirtschaftet und er kapiert es nun
einfach wieder nicht! Die Wähler wollen ihn nicht und er
soll endlich seinen Stuhl räumen und seine Arbeit jemand
überlassen, der Ahnung davon hat!

Keine personellen Konsequenzen, keine inhaltlichen
Änderungen usw. Wenn ein Weg so lange erfolglos
bleibt und sogar noch starke Verluste einbringt, dann
würde nur ein dummer Mensch diesen Weg so weiter
gehen ... mehr kann man da echt nicht mehr dazu
sagen!

HERR FAYMANN TRETEN SIE ENDLICH ZURÜCK!


Meine Meinung!
irgendwer01, 28. 09. '09 15:45
Re: Wie dumm kann ein Mensch sein?
Falsch !

Bitte Herr Faymann bleiben SIE. Beilben SIE bis zum bitteren Ende (hoffentlich bald) !
Vasant, 28. 09. '09 16:24
Re: Wie dumm kann ein Mensch sein?
So kann man es auch sehen;)) Der FPÖ hilft er dadurch
enorm und auch die ÖVP wirds ihm danken, dass er so
stur ist und nicht abtritt, wobei denen hat er ja schon
die besten Ämter überlassen in seiner Naivität;)
skorpion1100, 28. 09. '09 22:52
Re: Wie dumm kann ein Mensch sein?
Ich würde nicht sagen das er dumm ist, man könnte wenn man sich eure Postings so durchließt könnte man das von Euch sagen. Er ist letztlich auch nur die Gallionsfigur wie beim Fußball der Trainer. Und wie bei UNS üblich ist für eine schlechte Leistung des TEAMS der Trainer schuld!!! Die "Spieler" sind aber eigentlich die DUMMEN, weil SIE es nicht kapieren und nicht im TEAM spielen wollen solange sie sich IHRE Taschen füllen können. Nebenbei sind sie allesamt schon so abgehoben und über den Menschen in Österreich das sie meinen nicht mehr auf den einzelnen Angewiesen sind. Eigentlich hat diese Partei wie von Euch richtig erkannt jeglichen Sinn für Demokratie verloren, sonst würden sie nach diesen Verlusten nicht mit Ihrer Ausgrenzung und Politik so weiter machen.!! Trotzdem MfG skorpion1100
Vasant, 29. 09. '09 08:40
an skorpion1100
Wer in Zeiten einer Krise weiterhin erfolglos den gleichen
Weg geht = dumm! Wer Ausgrenzungspolitik macht und
seinen Kurs nicht ändert = dumm! Wenn, wie du so schön
vergleichst ein Trainer so lange Mist baut, dann wird er
ausgetauscht ... bei der SPÖ kann passieren was will und
der im Volk absolut unbeliebte Faymann bleibt = dumm!

Wie viele Beweise für Dummheit bei der SPÖ brauchst
du noch?