Freitag, 2. Oktober 2009

SPÖ und Grüne für Integrations-Ressort:
ÖVP lehnt Vorschlag der Ausgliederung ab

  • Kössl: Bei Innenministerin Fekter "in besten Händen"

Der Wiener Bürgermeister Häupl tritt wie auch Grünen-Chefin Glawischnig für ein eigenes Integrations-Ressort in der Bundesregierung ein. "In der Regierung sollte es eine klare hierarchische Zuordnung dieser Querschnittsmaterie in einem Ressort geben", sagte er gegenüber "Österreich". Die ÖVP lehnt dies ab. Integration sei bei Innenministerin Fekter "in besten Händen", so Sicherheitssprecher Kössl.

Für den Wiener Bürgermeister solle das Innenministerium die Agenden nicht mehr über haben, "weil die Kritik richtig ist, dass dort Kriminalitätsbekämpfung mit Integration verwechselt wird". Der Wiener Bürgermeister hält auch nichts von einer schärferen Ausländerpolitik seiner Partei angesichts sinkendem Wählerzuspruchs: "Wenn die Gefahr besteht, dass die SPÖ in eine Richtung ausrinnt, muss man Dämme bauen, nicht den Graben noch verbreitern, indem man der FPÖ nach dem Mund redet."

Die Grünen drängen auf eine Integrationsoffensive. Da die SPÖ auf ihre Wahlschlappen mit rechter Rhetorik reagiere, das ÖVP-Innenministerium Integrationsmaßnahmen verweigere und die FPÖ mit Ausländerwahlkämpfen hohe Stimmengewinne lukrieren könne, sei es dafür höchste Zeit, so Grünen-Bundessprecherin Glawischnig und Menschenrechtssprecherin Korun, die ein Integrationsstaatssekretariat fordern.

Korun verwies darauf, dass dass Innenministerium zwar Roadshows und ähnliches zum Thema Integration abgehalten habe, jedoch keine einzige konkrete Maßnahme gesetzt worden sei. Damit sei das Innenressort fast der Garant dafür, dass keine Integration stattfinde. Stattdessen sollte es ein eigenes Staatssekretariat geben, das im Bundeskanzleramt angesiedelt und von Caritas-Chef Küberl geleitet werden sollte. (apa/red)

2.10.2009 21:59
Marc99, 03. 10. '09 08:50
Der Kalif von Wien hat gesprochen
Inshallah! Finde ich auch gar nicht so schlecht, Vorschläge dieser Art werden hoffentlich auch die letzten SPÖ-Wähler erkennen lassen, dass österreichische Interessen diese Partei nicht interessieren.
An dieser Stelle übrigens eine Frage an die NEWS-Redaktion: Wieso wurde der hochinteressante Artikel über die katastrophalen Zustände in der Türkei bezüglich Toleranz und Religionsfreiheit sofort wieder entfernt? Hat er vielleicht eurem linken Chefredakteur nicht gefallen?