Freitag, 2. Oktober 2009

Buwog-Affäre treibt Keil in die Regierung:
SPÖ ist für & ÖVP gegen einen U-Auschuss

  • Kaltenegger verweist auf Ermittlungen der Behörden
  • Kräuter im NEWS: Das "System Grasser" überprüfen

Die Frage nach Konsequenzen aus der Affäre um den Verkauf von Bundeswohnungen (Buwog) spaltet die Koalition: Während sich die SPÖ in Person ihres Geschäftsführers Günther Kräuter einen parlamentarischen U-Ausschuss wünscht, sieht sein ÖVP-Pendant Fritz Kaltenegger keine Notwendigkeit und verweist auf die Ermittlungen der zuständigen Behörden. Ein Untersuchungsausschuss wäre "nicht sinnvoll", sagte er.

Kräuter hatte zuvor in "NEWS" einen solchen Ausschuss gefordert, um das "System Grasser" zu prüfen. "Sämtliche Privatisierungen bzw. Ausschreibungen dieser Ära, die vom Rechnungshof beanstandet wurden, an denen Freunde, Mitarbeiter oder spätere Geschäftspartner von Karl-Heinz Grasser beteiligt waren bzw. verdient haben" sollten dabei untersucht werden. Das sei "sehr wichtig für die politische Hygiene in unserem Land".

Kaltenegger hält dagegen nichts von einem U-Ausschuss: "System Grasser - das riecht schon nach politischer Rache", findet er. Derzeit seien Staatsanwaltschaft und Finanzbehörde tätig, und man müssen diese "sorgfältig und vor allem in Ruhe ermitteln" lassen. Es "soll jedes Papier umgedreht werden, um wirklich aufzuklären, was passiert ist". Bis dahin aber sei kein Ausschuss nötig, wenn man auch anhand der Ermittlungsergebnisse nachdenken werde müssen, "ob es politische Verantwortlichkeiten zu klären gibt".

(apa/red)

2.10.2009 13:39
BennoB, 02. 10. '09 14:12
Die Marke KHG steht für ...
(K) so korrupt wie aalglatt
(H) herzlos und Geschichtl druckend
(G) gierig und extrem gut verhabert

So was war mal das Vorzeigestück der SPÖ.
Gott bewahrte Schüssel vor Fehlentscheidungen
dank Kohl & Co.