Donnerstag, 1. Oktober 2009

Gefährlicher Monat Oktober: Nebel
erhöht Unfallgefahr auf unseren Straßen

  • 2008 wurden 344 Unfälle durch Nebel verursacht
  • ÖAMTC: Geschwindigkeit wird häufig unterschätzt

Vorsicht, der Nebel macht Österreichs Straßen wieder unsicher: 2008 haben sich auf unseren Straßen 344 Nebelunfälle ereignet. Dabei wurden 437 Menschen verletzt und sieben getötet. Am häufigsten kracht es laut Statistik im Oktober, berichtete der ÖAMTC. Die meisten Unfälle passieren im Richtungsverkehr "durch Auffahren oder Abkommen von der Straße", sagte Marion Seidenberger, Verkehrspsychologin des Clubs.

Im Nebel besonders häufig unterschätzt wird die Geschwindigkeit und der Abstand zum Vordermann. Ein Viertel aller Nebelunfälle ereigneten sich im Vorjahr im Oktober (92), gefolgt von Jänner (75 Unfälle), November (71), Dezember (54) und Februar (18). Am stärksten betroffen sind die Bundesländer Oberösterreich (100 Unfälle), gefolgt von Niederösterreich (97), Steiermark (55), Kärnten (34), Burgenland und Kärnten mit jeweils 15 Unfällen, Wien (13), Vorarlberg (7) und Tirol (8).

Geschwindigkeit häufig unterschätzt
Das Hauptproblem beim Fahren im Nebel ist, dass man meist schneller fährt als man tatsächlich sieht, sagte Gerhard Blümel, Fahrtechnikexperte des ÖAMTC. "Aus Unsicherheit orientieren sich viele Autofahrer bei dichtem Nebel zu sehr an den Rücklichtern des Vordermanns und 'hängen sich an'. Dabei unterschreiten sie oft den erforderlichen Abstand", weiß Blümel.

Entfernungen einschätzen
Mit Hilfe der Sekunden-Methode kann man Entfernungen besser einschätzen und Abstände überprüfen. "Meter kann man nur schwer schätzen, Sekunden hingegen schon", sagte Blümel. Bei Nebel gilt: "Die maximale Sichtweite ausloten, einen Fixpunkt anvisieren und bis dorthin zählen. Wenn ich 90 km/h fahre und vier Sekunden bis zum Fixpunkt brauche, dann passt es." Vorausgesetzt, die Fahrbahn ist trocken. (apa/red)

1.10.2009 12:13