Mittwoch, 30. September 2009

"Operation Geisterwald": Großaktion
deckt Pädophilenring in Österreich auf

  • Drei Österreicher wurden von Polizei festgenommen
  • Kinder im familiären Umfeld fotografiert und gefilmt

Schweren sexuellen Kindesmissbrauch haben Behörden im Rahmen einer internationalen Polizeioperation unter der Bezeichnung "Operation Geisterwald" aufgedeckt. In Wien, Kärnten und Vorarlberg wurden drei Männer verhaftet, die Kinder in ihrem familiären Umfeld fotografiert bzw. gefilmt und die Aufnahmen in einem pädophilen Internetforum angeboten hatten. Das berichtete das Bundeskriminalamt in Wien bei einer Pressekonferenz.

Unter der Leitung des deutschen Bundeskriminalamtes in Wiesbaden kam es zu zahlreichen Festnahmen und 178 Hausdurchsuchungen in mehreren Ländern. Zwei Unterkünfte wurden noch in der Steiermark durchsucht. Die betroffenen Kinder sind acht bis zwölf Jahre alt.

Einer der Verhafteten, ein 41-Jähriger Wiener Fleischhauer, fiel durch besonders schweren Kindesmissbrauch, seine aggressive Sprache und seine Brutalität auf, so das Bundeskriminalamtes in Wien, das seit Mai in die Ermittlungen einbezogen war.

Missbrauch im Internet angekündigt
Der Wiener hatte in dem Forum seine Taten jeweils angekündigt und geschildert, was er am Abend mit seiner zehnjährigen Stieftochter vorhabe. Am nächsten Tag stellte er dann Aufnahmen von dem Missbrauch ins Internet. "Er war der Star des Forums", sagte Harald Gremel vom BK. Der Fleischhauer, Vater dreier eigener Kinder, bevorzuge Mädchen im Alter von zwei bis elf Jahren, schilderte der Beamte. Die Mutter des Kindes will von dem Missbrauch nichts mitbekommen haben.

Der Verdächtige wurde im Mai verhaftet. Das deutsche Bundeskriminalamt in Wiesbaden hatte seit Jänner gegen den Ring ermittelt.

Verhaftet wurden auch ein 22-jähriger Kärntner und ein 36-jähriger Vorarlberger. Sie hatten den zwölfjährigen Sohn eines Freundes bzw. die achtjährige Tochter der Lebensgefährtin missbraucht. Im Gegensatz zu dem Wiener stellten sie keine Bilder von den Taten zur Verfügung, sondern beschränkten sich auf das Schildern der Vorfälle.

Insgesamt 22 Festnahmen
Insgesamt kam es bei der konzentrierten Aktion zu 22 Festnahmen - davon zwölf in Deutschland und jene drei in Österreich - und 178 Hausdurchsuchungen in Deutschland (163), Österreich (5), der Schweiz (7), in den USA, in Spanien, Kanada und Bulgarien. In Deutschland klickten für die Administratoren des Forums die Handschellen, sie waren selbst an keinen sexuellen Handlungen beteiligt. Der Hauptadministrator sitzt in der Schweiz in Haft. Laut Bundeskriminalamt Wiesbaden wurden weltweit etwa 220 Computer und rund 17.000 Speichermedien sichergestellt. (apa/red)

30.9.2009 13:59
waldgaenger, 01. 10. '09 21:57
Garantenstellung
Das Strafrecht kennt seit 1974 die Garantenstellung, etwa der Mutter für das Kind, sie müsste daher wenn sie nicht eingegriffen hat ebenfalls wegen des Mißbrauches angeklagt werden, leider kommen die Staatsanwaltschaften auf diese gesetzliche Bestimmung die in jedem Lehrbuch erwähnt wird nie zurück
1972bad, 30. 09. '09 21:05
Kindeerporno
Gratulation den Beamten, die sicher über Monate, dieses kranke Material durchsehen mussten und nun sich persönlich, mit diesen Gestalten, weiter auseinander setzten müssen.
gitti1945, 30. 09. '09 23:39
Re: Kindeerporno
Mann kann nur beten das Menschen ins Internet gesendet werden das solch eine grosse Sauerei aufgedeckt wird.Und auch diesen Polizisten wieder Menschen zur Seite gestellt werden der Ihnen hilft deise Bilder zu verarbeiten,diese Schweinen gehört sonnst was nur nix gutes 1972bad du hast recht das du geschrieben hast.
Vasant, 30. 09. '09 14:03
Dazu sag ich nur eines ...
steckts diesen perversen Abschaum zu Mördern in die
Zelle!

Leider haben wir in Österreich keine Todesstrafe, denn
hier gehört diese eindeutig eingeführt und umgesetzt!!!


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