Zehn Buwog-Provisionsmillionen kassiert: Meischberger erstattete jetzt Selbstanzeige
- Weder Einkommens- noch Umsatzsteuer abgeführt
- NEWS: Grasser ruft jetzt nach dem Staatsanwalt
·10 Mio. Provision für Grasser-Freund: Video
Meischberger kassierte bei Buwog-Privatisierung

Bei der Privatisierung der Bundeswohnungsgesellschaft Buwog im Jahr 2004 wurde vom siegreichen Bieter-Konsortium um die Immofinanz eine Provision von zehn Millionen Euro bezahlt, die laut Recherchen des Nachrichtenmagazins NEWS zu 80 Prozent der frühere FPÖ-Politiker und Partner von Karl-Heinz Grasser kassierte. Meischberger hat vor wenigen Tagen eine Selbstanzeige beim Finanzamt eingebracht, da er weder Einkommens- noch Umsatzsteuer dafür abgeführt hatte, berichtet NEWS exklusiv in seiner aktuellen Ausgabe.
Meischberger bestätigte den Sachverhalt gegenüber NEWS und bedauert, dass nun auch sein Freund Grasser, dessen Trauzeuge er ist, in die Affäre hineingezogen wird: "Es tut mir sehr leid, dass Karl-Heinz nun durch mich in die Sache hineingezogen wird", so Meischberger zu NEWS. Grasser hatte als Finanzminister (2000 bis 2006) den Verkauf der Bundeswohnungen initiiert. In einem Interview mit NEWS zeigte sich Grasser überrascht, enttäuscht und verärgert über die hohe Provisionszahlung an Meischberger.
"Natürlich hatte ich nichts damit zu tun. Ich bedaure, dass es diesen Auftrag gegeben hat, weil dadurch eine erfolgreiche Privatisierung in ein schiefes Licht gerückt wird", so Grasser zu NEWS. Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin fordert Grasser volle Aufklärung der Provisions-Causa und ruft nach dem Staatsanwalt: Ich bin für völlige Transparenz. Dann wird man sehen, dass ich damit rein gar nichts zu tun habe", so Grasser zu NEWS.
Mehr zur Causa BUWOG lesen Sie im NEWS 39/09

