Dienstag, 22. September 2009

EU kritisiert Österreichs Bankgebühren: Nur
in Italien, Spanien & Frankreich noch höher

  • Österreicher müssen übermäßig viel berappen
  • Plus: EU-Kommission rügt Intransparenz der Banken

Die EU-Kommission kritisiert Österreich als eines der teuersten EU-Länder in Sachen Bankgebühren. Italien ist mit jährlichen Kosten von 253 Euro pro Bankkonto bei einer durchschnittlichen Nutzung Spitzenreiter, dann folgen Spanien (178), Frankreich (154) und Österreich, das auf 140 Euro kommt. Am untersten Ende der EU-27 liegt Bulgarien, wo man lediglich 27 Euro für ein laufendes Konto bei einer Bank berappen muss.

Berücksichtigt man alle erhobenen Daten - Kosten für durchschnittliche und intensive Nutzung von Bankkonten, unkomplizierter Ablauf und Transparenz - kommt Österreich hinter Italien, Spanien, Lettland und Frankreich auf Rang fünf. Hier schneiden ebenfalls Bulgarien und die Niederlande am kostengünstigsten ab, sie weisen auch die größte Transparenz auf.

EU-Konsumentenschutzkommissarin Meglena Kuneva sagte am Dienstag in Brüssel, die Banken ließen ihre Kunden im Stich. Grundlegende Rechte im Konsumentenschutz würden verletzt, wobei sich dies von versteckten Gebühren bis zu ungenügender und unklarer Information erstrecke. Der Bericht der Kommission verweist auch auf unübersichtliche Bankspesen und mangelnde Transparenz. Kunewa forderte einerseits die Banken auf, die Kunden ordentlich zu behandeln und verlangte andererseits von den nationalen Regierungen, ihre Verpflichtungen zur Stärkung des EU-Konsumentenschutzes zu erfüllen.

Binnenmarkt-Kommissar Charlie McCreevy betonte, die Probleme müssten bereinigt werden. Vor allem gehe es um mehr Transparenz, verständliche und vergleichbare Informationen. Und es müssten die Grundregeln der Geschäftsführung beachtet werden. Gerade durch die Finanzkrise sei diese Aufgabe noch wichtiger geworden.

(apa/red)

22.9.2009 17:01
Marc99, 23. 09. '09 07:11
Schuld ist immer wieder der Konsument!
Es gibt kostengünstigere Alternativen zu den etablierten Banken, wieviele nützen sie?
Wieviele steigen auf günstigere Stomanbieter um?
Wieviele telefonieren mit Mobilfunk-Diskontern?
Wieviele kaufen Lebensmittel-Diskontprodukte?
Auf jeden Fall viel zu wenige!!!
Und somit ist es ein Leichtes den österreichischen Konsumenten auszunehmen wie eine Weihnachtsgans.
Technic, 22. 09. '09 23:20
Die EU als Abzocker-Verein !!!
Die EU hat es den Banken und Geld-Instituten die Abzocke ermöglicht !
Alle Bankmanager die mit Fremdkapital spekulieren müssen mit Ihrem Privatvermögen haftbar gemacht werden, geht es aber in die Hose werden sie noch dafür belohnt !
Dann muss der Staat sowie die Steuerzahler herhalten und die Spekulationen gehen wieder frisch und munter weiter und die Übeltäter bleiben wieder ungeschoren !!!

Typische Abzocke der Banken sind auch die hohen Gebühren der Kontoführung und bei Einzahlungen per Erlagschein !
Zum Beispiel man zahlt mit 6 Erlagscheinen ein, so ist man gleich 18 Euro los (ATS 247,68) !!!

Ja, Ja die EU ist nicht für den kleinen Bürger da, sondern nur für Reiche und Kotzbrocken !!!

In welcher Zeitepoche leben wir eigentlich ???
Traurig, Traurig, Traurig !!!
paulito80, 23. 09. '09 10:30
Re: Die EU als Abzocker-Verein !!!
Fragen Sie mal einen Schweizer, wie weit es ihn gebracht hat, dass sein Land nicht der Europäischen Union angehört!
Vasant, 22. 09. '09 22:06
Die EU macht keinen Sinn!
In jedem Land gelten andere Regeln und das nicht
"nur" bei den Banken. Hauptsache die Mitglieder der
EU brennen jährlich insgesamt Milliarden nach Brüssel.

Entweder überall die gleichen Regeln oder sonst macht
der "Traum" vom vereinten Europa keinen Sinn mehr
bzw. glaubt eh schon keiner mehr dran! Seit wir alle
bei der EU sind hat es mit der Finanzkrise eigentlich
begonnen und das ist eine traurige Tatsache!

Mich wundert es nur, dass angeblich keiner für die EU
damals gestimmt hat, aber wir trotzdem angeblich alle
(großteils) dafür waren!? Wer hat denn da bitte wirklich
für die EU gestimmt? Ich kenn echt keinen!
themac, 22. 09. '09 17:21
Abzocke
stimmt. Wollte heute einen Zahlschein von meinem Konto abbuchen lassen, beim SB Automaten gibts nur den Aufdruck: 'Zur Überweisung angenommen, gilt nicht als Bestätigung'. Eine Überweisung von meinem Konto, durchgeführt am Schalter mit Stempel als Bestätigung, hätte 3 € (!!!) extra gekostet.