"Am Schluss werde ich siegen": Und danach organisiert Flavio eine wunderschöne Party
- Gefeuerter Briatore will seine Unschuld beweisen
- Mosley verteidigt Sanktionen gegen seine Gegner

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nach Singapur-Skandal
Der ehemalige Renault-Teamchef Flavio Briatore, der wegen der Verwicklung in den Unfall-Skandal der Formel 1 lebenslang gesperrt worden ist, will seine Unschuld beweisen. "Am Schluss werde ich siegen, danach werde ich eine wunderschöne Party organisieren. Ich werde all jene Personen einladen, die mir in dieser schwierigen Zeit nahe sind", wurde Briatore von der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" zitiert.
"Ich will absolut nichts sagen. Ich werde nur im richtigen Moment sprechen, vorausgesetzt dass man mir noch die Möglichkeit dazu gibt", sagte Briatore. Näheres über seine Verteidigungsstrategie wollte der 59-jährige Manager nicht enthüllen. "Man braucht nur das FIA-Urteil anzusehen. Es spricht nicht von mir", meinte der Italiener.
FIA-Präsident Max Mosley verteidigte unterdessen die harte Sanktion gegen einen seiner Erzfeinde. "Ich glaube, wir mussten der Welt zeigen, dass jemand, der so etwas Schlimmes tut, keinen Platz mehr in der Formel 1 oder im internationalen Rennsport hat", begründete Mosley im Interview mit der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". "Briatore war zu einhundert Prozent verantwortlich."
Nelson Piquet jr. war im Vorjahr in Singapur auf Anweisung der Teamleitung in die Mauer gekracht, um seinem damaligen Renault-Teamkollegen Fernando Alonso per Safety-Car-Phase den Sieg zu ermöglichen. Dass das französische Team, das inzwischen Bob Bell zum interimistischen Nachfolger von Briatore berufen hat, mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe relativ glimpflich davongekommen war, argumentierte Mosley auch mit sozialer Verantwortung.
"Das Team hat etwa 700 Mitglieder, 697 waren völlig unschuldig", erinnerte der Brite. Zudem haben die Franzosen in der Aufarbeitung des Falles bedingungslos mit den FIA-Behörden kooperiert. "Renault wird bleiben. Briatore dagegen wird nicht einmal mehr auf Besuch zur Formel 1 kommen dürfen", sagte Mosley in der "FAZ". Er selbst wird am wenigsten unfroh darüber sein.
(apa/red)
