Flavio Briatore will nicht klein beigeben:
Renaults Ex-Chef erwägt rechtliche Schritte
- 59-Jähriger nach Ausschluss: "Ich bin erschüttert"
- Prost soll Briatore als Renault-Teamchef nachfolgen

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nach Singapur-Skandal
Flavio Briatore hat sich nach seinem lebenslangen Ausschluss aus der Formel 1 am Boden zerstört gezeigt. "Ich bin erschüttert", sagte der 59-Jährige der "Gazzetta dello Sport". Briatore war nach dem absichtlichen Unfall seines Ex-Piloten Nelson Piquet jr. im Vorjahr in Singapur erst als Renault-Teamchef zurückgetreten von der FIA von allen Tätigkeiten in der Formel 1 gesperrt worden.
Der Italiener war zuletzt nicht nur als Teamchef, sondern auch als Manager diverser Fahrer tätig gewesen. Auch das ist dem Playboy in Zukunft untersagt. Laut italienischen Medienberichten überlegt Briatore nun, gerichtlich gegen das FIA-Urteil vorzugehen. Das müsste bei einem Zivilgericht in Paris erfolgen. Weitere Details waren vorerst nicht bekannt. Gegen Piquet und dessen Vater hatte Briatore bereits vor Wochen Anzeige wegen "Erpressung" eingereicht.
Briatore steht nach seinem lebenslangen Ausschluss aus der Formel 1 auch mit seinem Fußball-Engagement vor dem Aus. Der Italiener ist Mitbesitzer des englischen Zweitligisten Queens Park Rangers, bei dem pikanterweise auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone finanziell engagiert ist. Laut Ligastatuten kann keine Person Besitzer eines Clubs sein, der von einem anderen Sportverband ausgeschlossen ist. Jeder Eigentümer müsse eine "fähige und anständige Person" sein, erklärte der Vorsitzende Lord Mawhinney.
Prost folgt Briatore nach
Womöglich schon am Wochenende soll beim Nachtrennen in Singapur der vierfache Formel-1-Weltmeister Alain Prost (54) die Nachfolge von Briatore als Teamchef von Renault antreten. Offiziell wollte der französische Rennstall noch nichts bestätigen. Prost, einst selbst Teambesitzer, war bereits kurz nach Bekanntwerden der Betrugsvorwürfe vor einigen Wochen als potenzieller Kandidat für die Teamleitung gehandelt worden.
(apa/red)
