Karl Stoss wird neuer Präsident des ÖOC:
Bisheriger Vorstand tritt geschlossen zurück
- Casino-Boss tritt die Nachfolge von Leo Wallner an
- Außerordentliche Hauptversammlung am 22. Oktober

·NEWS: Der Mann hinter der Bewerbung
Irres Olympia-Protokoll
von ÖOC-Berater Roth
·Leo Wallner tritt als ÖOC-Präsident zurück
Folge jüngsten Skandals um Ex-General Jungwirth
Das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) hat in der letzten Vorstandssitzung unter Leitung des scheidenden Präsidenten Leo Wallner die Weichen für die Zukunft gestellt. Karl Stoss wird Nachfolger des 73-jährigen, langjährigen ÖOC-Chefs. Der aus Vorarlberg stammende Casinos-Generaldirektor wird am 22. Oktober auf der außerordentlichen Hauptversammlung von Wallner vorgestellt.
So wie Wallner hat der gesamte ÖOC-Vorstand seinen Rücktritt erklärt, nachdem zuvor Einigung über neue Strukturen und Statuten erzielt worden war. "Der neue Präsident soll im personellen und sachlichen Bereich freie Hand haben", erklärte Wallner, der nach der mehr als fünfstündigen Sitzung zugab, erleichtert zu sein. "Das ist ein guter Tag für den österreichischen Sport."
Der 52-jährige Stoss, der früher als Wasserballer und Schwimmer aktiv war, wird bis November den neuen Vorstand zusammenstellen. "Stoss wird von allen unterstützt", bekräftigte ÖOC-Vorstandsmitglied und Schwimmverbands-Präsident Paul Schauer, der selbst zu einem weiteren Engagement bereit wäre.
Sportminister Norbert Darabos, der als Verteidigungsminister in den ÖOC-Vorstand kooptiert ist, begrüßte die getroffenen Entscheidungen. "Das ÖOC hat den Weg für einen Neubeginn freigemacht. Das ÖOC wird sich stärker an den Bedürfnissen der Sportler orientieren, eine bessere Kontrolle und besseres Marketing bekommen. Ich bin sehr glücklich über diese Entwicklung", betonte der Politiker.
(apa/red)
