Freitag, 25. September 2009

Droht der deutschen SPD ein Wahlfiasko?
Wahlforscher sehen 25 % als Obergrenze

  • Wäre schlechtestes Ergebnis der Nachkriegszeit
  • "Knappe, aber sichere Mehrheit für Schwarz-Gelb"

Ein Fiasko für die deutschen Sozialdemokraten erwartet der Meinungsforscher Matthias Jung von der Forschungsgruppe Wahlen bei der Bundestagswahl. Die SPD werde nicht über 25 Prozent hinauskommen. Jung sagte der Berliner Zeitung "Tagesspiegel": "25 Prozent ist der obere Rand des Möglichen für die SPD." Es werde das schlechteste Bundestags-Ergebnis der SPD in der Nachkriegsgeschichte.

Der Wahlforscher nannte keine konkreten Umfragewerte für die anderen Parteien, nach seinen Worten zeigen aber aktuelle Umfragen in dieser Woche eine "knappe, aber sichere Mehrheit für Schwarz-Gelb" - also für CDU/CSU und FDP.

"Es gibt keine Trendumkehr", sagte Jung dem "Tagesspiegel". Die Forschungsgruppe Wahlen erstellt regelmäßig insbesondere das ZDF-"Politbarometer". Das ZDF verzichtet in der letzten Woche vor der Wahl ebenso wie das Erste Deutsche Fernsehen (ARD) auf die Veröffentlichung von Umfragen, um jede Beeinflussung der Wähler auszuschließen.

Umfragen, die Mitte der Woche veröffentlicht wurden, zeigten eine ganz knappe, aber leicht zurückgehende Mehrheit für CDU/CSU und FDP. In diesen Umfragen hatte die SPD etwas aufgeholt, lag aber etwa zehn Punkte hinter CDU/CSU.

(apa/red)

25.9.2009 12:24