Freitag, 25. September 2009

Illegale Migration in die EU nimmt weiter zu:
Anzahl der Asylanträge im Vorjahr gestiegen

  • Langjähriger Trend bei Einwanderung setzt sich fort
  • Über die Hälfte der illegalen Einwanderer in Italien

Die Europäische Union hat im vergangenen Jahr eine Zunahme von Asylanträgen und Fällen illegaler Einwanderung verzeichnet. Wie die Kommission am Freitag in Brüssel mitteilte, stieg die Zahl der Asylanträge 2008 um 11,3 Prozent, "was eine Fortsetzung des im Vorjahr eingesetzten zunehmenden Trends bedeutet". Gleichzeitig sei die Zahl der registrierten illegalen Einwanderer um 62,3 Prozent gestiegen.

"2008 wurden durch die zentrale Datenbank EURODAC 219.557 Fingerabdrucksätze von Asylbewerbern, 61.945 Fingerabdrucksätze von Personen, die illegal eine Außengrenze überschritten haben, und 75.919 Fingerabdrucksätze von Personen, die während eines illegalen Aufenthalts im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats aufgegriffen wurden, verarbeitet", teilte die EU-Kommission mit. Angaben zu den Zahlen in den einzelnen Mitgliedstaaten liegen nicht vor.

Mehr als die Hälfte der illegalen Einwanderer verzeichnete Italien. Laut dem der APA vorliegenden Bericht registrierte Italien im vergangenen Jahr 32.052 von EU-weit 61.945 illegalen Zuwanderern von außerhalb der EU. Dahinter folgen Griechenland mit 20.012, Spanien mit 7.068 und Ungarn mit 1.220 Einträgen. In Italien und Griechenland verdoppelten sich die Zahlen registrierter illegaler Einwanderer nahezu gegenüber 2007.

Österreich registrierte laut dem EURODAC-Bericht der EU-Kommission 91 Personen, die illegal eine EU-Außengrenze überschritten haben, dies entspricht dem zwölften Rang in der Statistik der 27 EU-Staaten. Ebenfalls registriert wurden von Österreich 3.715 Personen, die sich schon illegal in der EU aufhielten, dies entspricht Rang sechs in der EU-Länderstatistik.
(apa/red)

25.9.2009 22:44