Aufruf zu einer Welt frei von Atomwaffen:
UN-Sicherheitsrat verabschiedet Resolution
- Generalsekretär Ban Ki-Moon: "Historischer Moment"
- Obama leitet als erster US-Präsident eine Sitzung
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Der UNO-Sicherheitsrat hat eine Resolution verabschiedet, in der zu einer atomwaffenfreien Welt aufgerufen wird. Die 15 Ratsmitglieder votierten in New York einstimmig für die Resolution 1887, welche die Unterzeichnerstaaten des Atomwaffensperrvertrages zur Einhaltung ihrer Verpflichtungen aufruft. Die Nichtunterzeichner werden zum Beitritt aufgerufen.
Ferner ruft die Resolution die Atommächte zu Verhandlungen über eine Reduzierung ihrer Atomwaffenbestände sowie über einen allgemeinen Abrüstungsvertrag auf, dessen Bestimmungen "unter strikter internationaler Kontrolle" stehen sollen. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon würdigte die Zusammenkunft der Weltführer als "historischen Moment". US-Präsident Obama, der als erster US-Präsident eine Sitzung des Sicherheitsrates leitete, sprach von einer "historischen Resolution". Sie spiegle die gemeinsame Verpflichtung wider, eine Welt ohne Atomwaffen anzustreben.
Die Resolution war von den USA eingebracht worden. Obama hat wiederholt für eine Welt ohne Atomwaffen geworben. In dem Text wird zu größeren Anstrengungen gegen eine Weiterverbreitung von Nuklearwaffen, gegen die "Risiken von Atomterrorismus" und für Abrüstung aufgerufen. Obama sagte, die kommenden Monate seien dafür entscheidend.
Die UNO-Sitzung wurde auf Antrag der US-Regierung anberaumt. An ihr nahmen die fünf Vetomächte sowie die zehn nicht-ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats teil, darunter auch Österreich, das durch Bundespräsident Fischer und Außenminister Spindelegger vertreten wurde. In der vergangenen Woche war Obama auf Russland zugegangen und hatte den Verzicht der USA auf einen Raketenschild in Europa erklärt.
(apa/red)
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