Dieter Egger - Der eigentliche Wahlsieger? Katapultierte FPÖ auf den zweiten Platz
- Stimmen im Vergleich zu 2004 nahezu verdoppelt
- Bescherte der SPÖ dramatisches Wahldebakel
Plus: Bilder & Grafiken rund um die Vorarlberg-Wahl

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Tritt Ritsch nach Debakel in Vorarlberg zurück?
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BILDER: Sausgruber, Egger & Co. an den Urnen
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Über den Landeshaupt- mannbonus und die FPÖ
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Die REAKTIONEN zur LTW-Wahl in Vorarlberg
Geht man nach den Zahlen, ist Sausgruber klarer Sieger der Vorarlberger Landtagswahlen. Doch die herausragendste Leistung vollbrachte wohl Dieter Egger. Ob man ihm wohlgesonnen ist oder auch nicht, die Fakten sprechen für sich. Die FPÖ bescherte der SPÖ eines der größten Wahldebakel ihrer Parteigeschichte und katapultierte sich selbst sicher auf Platz zwei.
Die FPÖ konnte sich nach einem umstrittenen Wahlkampf beinahe verdoppeln. Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis kam die ÖVP auf 50,8 Prozent, was einem Verlust von 4,1 Prozentpunkten entspricht. Die FPÖ legte massiv von 12,9 auf 25,3 Prozent zu. Von den insgesamt 36 Mandaten im Vorarlberger Landtag gehen damit 20 an die ÖVP. Sie verliert einen Sitz, die FPÖ hält bei neun Mandaten nach bisher fünf.
Vorarlbergs FPÖ-Obmann Dieter Egger hat eine Regierungsbeteiligung seiner Partei auch noch immer nicht abgeschrieben, obwohl Landeshauptmann Herbert Sausgruber eine Fortführung der schwarz-blauen Koalition am Wahlsonntag erneut ausschloss. Egger gab sich nach seinem Sieg überzeugt, dass Sausgruber den Wählerwillen nicht ignorieren werde. Unterstützung erhält er dabei offenbar von vielen Vorarlbergern, ebenso von Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach (B).
Farbenspiel
In einer TED-Umfrage in der ORF-Sendung "Vorarlberg Heute" mit über 4.000 Anrufern sprachen sich 77 Prozent für eine Fortsetzung der ÖVP-FPÖ-Regierung aus, nur 19 Prozent befürworteten ein schwarz-grünes Bündnis. Für eine schwarz-rote Regierung stimmten vier Prozent. Die Umfrage war allerdings nicht repräsentativ.
(apa/red)
