Mittwoch, 30. September 2009

13,4 Prozent Minus waren dann doch zuviel:
Erich Haider tritt als SP-Landeschef zurück

  • Zieht Konsequenz aus Wahldebakel in Oberösterreich
    Noch-Parteichef will in die Linz AG zurückkehren
  • Ackerl wohl geschäftsführender Landesparteichef

Oberösterreichs SPÖ-Chef Haider zieht nun doch Konsequenzen aus dem Wahldebakel seiner Partei bei der Landtagswahl am Sonntag. Beim Parteivorstand am kommenden Montag wird er seinen Rücktritt als Landesparteivorsitzender und Regierungsmitglied vorschlagen, gab Haider in einer Pressekonferenz bekannt. Geschäftsführender Landesparteichef soll Soziallandesrat Josef Ackerl werden.

"Ich habe nachgedacht. Das ist die allerbeste Lösung für das Land. Die Antwort war, ein neues Fundament zu legen für die Zusammenarbeit, und deshalb meine Ämter zur Verfügung zu stellen", sagte Haider. Er will nun in die Linz AG zurückkehren, wo er früher in der Verkehrsdirektion tätig war. Ackerl soll ein Verhandlungsteam für die Gespräche mit der ÖVP bilden und für den parteiinternen Reformprozess sorgen. Den zweiten verbliebenen SP-Regierungssitz soll der bisherige Wohnbaulandesrat Hermann Kepplinger erhalten, so Haider. Über die Verteilung der verbliebenen 14 SP-Landtagsmandate soll ebenfalls der Landesparteivorstand entscheiden.

Zwei Tage lang nachgedacht
Haider schilderte, dass er seit Montag über die Zukunft nachgedacht habe. An diesem Abend war ihm mit 88 Prozent der Stimmen im Landesparteivorstand das Vertrauen ausgesprochen und er beauftragt worden, einen inhaltlichen und personellen Erneuerungsprozess der SPÖ einzuleiten, was er nun auf besondere Art und Weise gemacht hat.

Das für Mittwoch mit Landeshauptmann Pühringer anberaumte Sondierungsgespräch sagte Haider ab. Es soll nun vom künftigen Parteivorsitzenden Ackerl nachgeholt werden. Die SPÖ hat zwei Sitze in der Landesregierung verloren. Haider und Gesundheitslandesrätin Silvia Stöger werden dem künftigen Regierungsteam nicht mehr angehören.

(apa/red)

30.9.2009 15:49
ablaton, 01. 10. '09 15:13
So ein Blödsinn
der Ackerl ist doch auch schon 63 warum nimmt man keinen Jüngeren. Die Jungen Wähler vertreibt man mit dieser Alibiaktion. Hier wird die SPÖ im eigenen Haus geschlachtet. Ich bin mir sicher bei der nächsten Wahl sinkt sie unter 10%. Es ist traurig aber die Jugend findet in der SPÖ keine Perspektiven.
Woppo, 30. 09. '09 23:13
Ackerl will doch die ganze Zogeifamilie atoptieren,das wird ihm
aber viele Stimmen bringen!Wenn schon dann soll er aber selber dafür aufkommen !
chris11111_5, 30. 09. '09 17:15
jetzt geht er doch??
Also was da in der SPÖ abläuft ist ja nicht einmal mehr Karbaret - das ist Kasperltheater!!
Aber wir brauchen uns keine Sorgen machen - er hat ja seinen gesicherten Job bei der Linz AG - abgesichert - wahrscheinlich auch pargamtisiert und mit vollen Pensionsansprüchen - ein sehr schönes Beispiel wie Verantwortung in der Politik aussieht!
Taipei101, 30. 09. '09 18:11
Re: jetzt geht er doch??
Ich bin genau dieser Meinung. Würde ich eine Firma so in den Abgrund führen, wie Herr Haider die SPÖ OÖ, müsste ich mit Sicherheit absolut gehen. Egal wie alt ich wäre, 50,51 oder 52 Jahre. Es gibt für den Normalbürger keinen Arbeitsvertrag, in welchem ich mich für Jahre von meinem Arbeitgeber vertschüssen kann, führe in einem anderen Bereich eine Organisation, welche mich fürstlich entlohnt, in Grund und Boden und kehre dann nach getaner Arbeit wieder zurück zur ersten Firma. Ist ja alles im Vertrag geregelt. Gilt dies auch für Otto Normalverbraucher bei der Linz AG ? Bitte zerbrecht euch mal diesbezueglich die Anwaltsköpfe !!
Vasant, 30. 09. '09 10:16
Mal was "witziges"
http://www.youtube.com/watch?v=AXvRa4OVsMA&feature=player_embedded
Sensor, 29. 09. '09 19:03
Wäre er ein Mann mit Verantwortungsgefühl würde er gehen
Einen Schafhirten, der beim Almabtrieb nur noch zwei Drittel der aufgetriebenen Schafe heimbringt, beauftragt man auch nicht mit der Entwicklung einer Methode, wie man solche Verluste in Hinkunft vermeidet, sondern man feuert ihn. Ahnlich ist es mit Haider; da er nicht selber geht, und nicht einsieht, dass mit ihm nichts mehr zu retten ist, muss man ihn eben absetzen!
DKNY2009, 29. 09. '09 12:20
WAS FÜR MANAGER GILT - GILT ERST RECHT IN DER POLITIK!
Manager misswirtschaften, bekommen horrende Gagen nachgeschossen; Politiker versagen, verbleiben in der Politik - so schimpft sich das Zeitalter der Wirtschaftskrise!
Vasant, 29. 09. '09 13:18
Re: WAS FÜR MANAGER GILT - GILT ERST RECHT IN DER POLITIK!
Da kann man nur zustimmen! Und nachdem das auch die
Wähler kapiert haben, kann man die SPÖ und den Herrn
Faymann auch nicht mehr ernst nehmen!

Wer nach solchen Leistungen den Kurs nicht ändert und
anderen seinen Platz überlässt, der ist auch nicht in der
Lage Stimmen zurück zu bekommen bzw. der hat keine
Glaubhaftigkeit!

Wie sagte Faymann so schön: Ein Kapitän der am Ruder
rumreißt, der ist kein guter Kapitän.

Anders formuliert: Ein Kapitän der stur auf einen Eisberg
zufährt, ist aber auch nicht wirklich gut bzw. wird so auch
untergehen!
antikapitalist, 29. 09. '09 16:03
Re: WAS FÜR MANAGER GILT - GILT ERST RECHT IN DER POLITIK!
was hat man dir,lieber vasant,bloss angetan!!wo kommt bloss so viel agression und egoismus her???lass dir doch helfen,es gibt in unserem land doch so viele "institutionen"!!
Vasant, 30. 09. '09 10:16
an antikapitalist
Na, du kleiner Stalker Bub;) Wie gesagt, ich bin auch
überzeugt, dass du dich bei den Institutionen sicherlich
aus eigener Erfahrung sehr gut auskennst;)
Verbesserer, 29. 09. '09 08:54
Das ist das Beste, was der ÖVP OÖ passieren konnte.
Mit einem Gesicht, das Neun-Tage-Regenwetter andeutet, und einem Politik-Verständnis, welches an der Realität vorbei geht, kann man keine Massen beeindrucken
jonny-z, 28. 09. '09 22:15
sagt
mal ihr leute in der spö,gibt es unter euch keinen staufenberg.