Sonntag, 27. September 2009

Soko Ost zieht kurz vor Beendigung Bilanz: Erfolgreiche Arbeit für Polizei & Ministerium

  • Umstrittene Maßnahme gegen Einbruchskriminalität
  • Noch keine Entscheidung über mögliche Weiterführung

Die Soko Ost - eine nicht ganz unumstrittene Maßnahme von Innenministerium und Polizei zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität - ist nur mehr bis einschließlich Mittwoch im Einsatz. Mit 30. September endet die dreimonatige Einberufung der Sondergruppe für Wien, Niederösterreich und das Burgenland. Die Bilanz der Exekutive fällt positiv aus.

"Die Soko Ost ist ein Erfolg. Sie hat das, wofür sie eingesetzt wurde, erfüllt", betonte Soko-Sprecher Michael Takacs. Es gebe "in allen Delikt-Bereichen positive Erfolge. Wir haben auch sehr viel durch die Zusammenarbeit der Bundesländer gelernt." Über eine mögliche Zukunft für die Einheit sei noch keine Entscheidung gefallen, so Takacs: "Was weiter passiert, wird im Innenministerium beraten."

Bisher wurden laut dem Soko-Sprecher mehr als 200 Tatorte bei Einbrüchen in Häuser und Fahrzeuge bearbeitet und etwa 3.000 Streifen eingesetzt. Ebenso viele Identitätsfeststellungen bei Verdächtigen oder Personen ohne Ausweis seien von den Soko-Beamten durchgeführt worden. Zusätzlich gab es mehr als 100.000 polizeiliche Anfragen bezüglich Personen und Gegenständen, darunter fallen auch die getätigten EKIS-Abfragen. Die genaue Statistik und Daten zu Festnahmen und Delikten würden erst nach Ende der Arbeit der Sondergruppe bekanntgegeben, erklärte Takacs.

Ziel des Soko-Einsatzes ist für Innenministerin Fekter die Senkung der in diesem Jahr massiv gestiegenen Einbruchskriminalität sowie die Verbesserung der Aufklärungsquote in Wien. Die Gründung der Soko hatte Fekter teils harsche Kritik eingebracht. Mit gemischten Gefühlen haben jenen Bundesländer auf den Einsatz der Soko Ost reagiert, aus denen Polizisten für die Sondereinheit abgezogen wurden - aber auch Wien selbst, wo die Verstärkung gleichzeitig mehr Arbeitsbelastung bedeutete.

(apa/red)

27.9.2009 09:46
diewilde, 28. 09. '09 11:35
Sehr intelligent...
..daß man jetzt laut rausschreit, daß es die SOKO nicht mehr gibt. Die Verbrecher werden sich für diese Info bedanken *aufdenkopfgreif*
drache68, 28. 09. '09 09:39
PR-Gag
Das ganze war doch nur ein PR-Gag der Polizei und Politik. Da werden die Symtome bekämpf, aber nicht die Ursachen. Offene Grenzen, zuwenig Polizei, zu geringe Strafen.
pusher23, 28. 09. '09 20:00
Re: PR-Gag
ja, ja, und nochmals ja!
sidestep, 28. 09. '09 08:18
Einer der es weiß
Einer der es weiß sagt euch, dass die Behauptung, die SOKO - Ost sei ein Erfolg gewesen, eine glatte Lüge ist. Stellte man sowohl den personellen, den technischen Aufwand und den Kostenaufwand den Erfolgen gegenüber, so ist diese "Mission" ein glatter Misserfolg gewesen. Würde die Polizei hochgerechnet mit diesem Aufwand ihren normalen Alltag bestreiten, wäre die Polizei unbezahlbar. Aber was solls. Bevor diese "Spezialeinheit" überhaupt ins Leben gerufen worden ist, war schon klar, dass sie ein Erfolg werden muss, egal ob sie ein Erfolg war oder nicht! Deshalb bitte solche Jubelberichte der Innenministerin immer mit großer Vorsicht lesen und vielleicht zur Kenntnis nehmen!