Zwischen Kampfansagen und Kurshalten:
SPÖ-Klub-Klausur steht im Zeichen der Krise
- Faymann: Menschen "grundsätzlich" auf Seite der SP
- Stimmung ist in Linz nach Wahldebakel stark getrübt

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Über den Landeshaupt- mannbonus und die FPÖ
Parteivorsitzender Faymann hat bei der SPÖ-Klubklausur einen Spagat zwischen Kampfansagen und Rechtfertigung seines Kurses versucht. Die Schüsselfrage sei es, Visionen und Ziele mit der Realität bzw. Erfüllbarkeit im Einklang zu bringen, so Faymann. Die Stimmung in Linz war angesichts des Wahlergebnisses in Vorarlberg mehr als getrübt, auch im Hinblick auf die bevorstehende Wahl in Oberösterreich.
Trost suchten die Sozialdemokraten in den aktuellen Bundes-Umfragen, wonach sie bei 33 Prozent liegen. Auch Faymann verwies in seiner Rede mehrmals auf diese Zahlen. Von einem allgemeinen Negativtrend für die Sozialdemokratie im Hinblick auf die Vorarlberger Wahl wollte er nichts wissen, das Wahlverhalten zwischen Landtags-, Nationalrats- und Europawahlen sei unterschiedlich.
Faymann glaube, dass man wieder Wähler gewinnen könne. Denn die Menschen stehen grundsätzlich "auf unserer Seite", sagte der Kanzler. Und die Haltung der SPÖ sei angesichts "himmelschreiender Ungerechtigkeiten" weltweit und in Europa "richtiger denn je", man müsse nur die Köpfe und Herzen der Menschen erobern.
Absage an Koalition mit FPÖ
Eine Absage erteilte er jenen, die für eine Koalition mit der FPÖ als Alternative plädieren. Einmal mehr stellte sich Faymann aber hinter seine Minister Schmied und Stöger.
Spitzenkandidat Haider erklärte den Arbeitsmarkt zum Hauptthema und beklagte sich über unsaubere Wahlkampfmethoden der ÖVP. Angst habe er nach der Niederlage in Vorarlberg nicht, "ganz im Gegenteil". Man habe in Oberösterreich den Wahlkampf auf inhaltliche Themen und direkten Kontakt ausgerichtet.
In der Eröffnungsrede meinte Klubobmann Cap, dass man "optimistisch und frohen Mutes" sei. In Anspielung auf die Wahl in Vorarlberg am Sonntag meinte Cap, man schaue sich die Signale der Wähler genau an und habe dafür "offene Augen und offene Ohren".
(apa/red)
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