In bester Gesellschaft
- Isabella Großschopf über VIP-Konsequenz

Ich will nicht, dass meine Kinder die Treichl-Fratzen werden, sagte Desirée Treichl-Stürgkh dieser Tage zu mir. Und fürwahr, bei 1,2 Millionen Euro, die Papa und Erste-Bank-Boss Andreas Treichl vergangenes Jahr verdient hat, wäre da schon ein gewisses, na sagen wir mal, Verwöhn-Aroma gegeben gespickt mit einer Riesenportion Präpotenz. So wie es bei einigen Promikindern der Fall ist, die ich kenne. (Und nein, ich werde sie an dieser Stelle nicht nennen. Weil ich ihren Eltern die Chance geben möchte, von selbst draufzukommen, dass das nicht okay ist. Und ja, ich weiß, ich bin naiv.) Pauli, 7, Jakob, 9, und Alfi, 11, wiederum werden von ihren Eltern offensichtlich kurzgehalten, wie man Frau Treichls humorvollem und sehr persönlichem Benimmbuch, das in Kürze erscheint, entnehmen kann. So dürfen sich die Buben zwar die Haare wachsen lassen, aber nicht angeben und protzen. Sie dürfen auch nicht jeden Tag fernschauen. Und schon gar nicht rülpsen und furzen. Denn das sei nur auf der Alm und in der Natur erlaubt. Süßes zwischen den Mahlzeiten? Nix da! Kaugummi schlucken? Wehe! Und mit dem Satz Mir ist sooo langweilig brauchen die Buben ihrer Mutter erst gar nicht daherzukommen. Wie Frau Treichl das alles durchsetzt? Mit Konsequenz! Ehrlich, meinen Respekt hat sie.
