Donnerstag, 17. September 2009

Kampftrinken schwächt die Abwehrkräfte:
Leichtes Spiel für Infektionskrankheiten

  • Experimente an Mäusen erbringen den Beweis
  • Selbst 24 Stunden nach Alkoholexzess noch schwach

Kampftrinken schwächt die Abwehrkräfte. Nach exzessivem Trinken droht nicht nur ein Kater, sondern auch Infektionskrankheiten, wiesen US-Forscher bei Experimenten mit Mäusen sowie Versuchen an Zellen nach. Der Alkohol blockiere zwei wichtige Komponenten des Immunsystems mindestens einen Tag lang, berichten die Wissenschafter im Fachblatt "BMC Immunology" (online vorab).

Stephen Pruett von der Staatlichen Universität von Mississippi und Ruping Fan von der Universität Louisianas hatten entdeckt, dass durch Alkohol der Protein-Rezeptor TLR4 blockiert wird, über den die Abwehrkräfte des Körpers mobilisiert werden. Außerdem wird die Produktion von Molekülen gebremst, die bei einer drohenden Infektion das Signal zur Attacke geben, der sogenannten Zytokine.

Die Auswirkungen von Bier, Wein und Schnaps halten an, auch wenn die Party längst vorbei ist, schreiben die Forscher. Sie stellten fest, dass manche Zytokine selbst 24 Stunden später noch nicht wieder voll funktionsfähig waren.
(apa/red)

17.9.2009 09:31