Kennzeichnungspflicht
Chippen gibt Sicherheit
- Durch Mikrochip werden Haustiere unverwechselbar

Leider ist kein Tierbesitzer davor gefeit, dass sein Vierbeiner nicht doch irgendwann einmal davonlaufen oder gar verloren gehen könnte. Sei es die Katze, die infolge eines Umzugs ihr altes Zuhause sucht, oder der Hund, der beim Spaziergang im Wald einer unwiderstehlichen Hasenspur nachjagen muss. Die lange, oft erfolglose Suche und der sich daraus
ergebende schmerzhafte Verlust des geliebten Tieres sind immer traumatisch. Deshalb sollte man vorsorgen. Und der sicherste Weg ist, sein Tier mittels Mikrochips zu kennzeichnen und in einer Datenbank zu registrieren. Auf diese Weise können entlaufene Tiere identifiziert und ihrem Halter zurückgegeben werden.
Lösung: Mikrochip! Das ist ein kleiner Sender, mit zwölf mal zwei Millimetern fast so klein wie ein Reiskorn. Meist wird der Chip im linken Halsbereich (hinter dem Ohr) der Vierbeiner, ausschließlich aber durch einen Tierarzt implantiert. Das Einsetzen eines Chips ist mit einer Impfung vergleichbar. Eine kurze, schmerzlose Angelegenheit, die keine Betäubung erfordert. Jeder Chip bekommt einen weltweit nur einmal vergebenen Zifferncode, durch den das Tier eindeutig identifizierbar ist. Mit einem speziellen Lesegerät, über das die meisten Tierärzte und auch Tierheime verfügen, kann die Chipnummer abgelesen werden. Damit das Tier seinem Halter auch zuordenbar ist, müssen Code und Daten des Tierhalters in eine Datenbank eingetragen werden (Petcard oder Animaldata). Die anfallenden Kosten betragen ca. 45 Euro für den Chip und weitere 13 Euro für die Datenbank-Registrierung.
Gesetzliche Verpflichtung. Bei Hunden sind elektronische Kennzeichnung (Chip) sowie Registrierung in einer Datenbank (mit einer Übergangsfrist bis 31. 12. 2009) seit Juli 2008 gesetzlich vorgeschrieben. So ist es nicht nur möglich, die Halter entlaufener, sondern auch ausgesetzter, zurückgelassener oder gestohlener Tiere auszuforschen. Und die Initiative ist erfolgreich bereits in diesem Sommer konnte eine geringere Anzahl ausgesetzter Hunde verzeichnet werden. Leider sind Katzen von dieser Regelung noch nicht betroffen, was zur Folge hat, dass viele Tierheime mit Katzen völlig überfüllt sind. Kein Wunder daher, dass die meisten Tierärzte zum Chippen raten. Verantwortungsbewusste Tierhalter, meint etwa Veterinär Wolfgang Brynda, sorgen so nicht nur für mehr Sicherheit für ihre Tiere, sondern tragen dadurch auch noch aktiv zum Tierschutz bei!
Noch mehr gute Tipps zum Thema Mikrochips finden Sie in NEWS 38/09!
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