Pace, Peace und Anarcho-Buttons: Im
Geschäft mit dem Frieden stecken Millionen
- Irak-Krieg hat Umsätze kräftig anschwellen lassen
- Non-Profit-Hersteller spenden für Friedenszwecke

·Die Welt steckt voller gewalttätiger Konflikte
Wo man auf der Erde von
Frieden nur träumen kann
Dass mit dem Krieg viel Geld zu verdienen ist, ist bekannt. Wussten Sie aber, dass auch mit der Friedensbewegung dick abgesahnt wird? Peace-Halsketten, Pace-Flaggen, Anarcho-Buttons & Co liegen voll im Trend und zaubern Händlern und Fabrikanten ein breites Lächeln auf die Lippen.
Wie der "Tagesspiegel" berichtet, legen die Umsätze in der Branche seit Beginn des Irak-Krieges kräftig zu. So hat der deutschen Zeitung zufolge ein Berliner Händler innerhalb von drei Wochen die berühmte Regenborgenfarbe mit Pace-Aufdruck 10.000 mal verkauft. Bei einem Stückpreis von 14,90 Euro errechnet sich ein Ergebnis, das schon an Erlöse aus dem millionenschweren Geschäft mit Fußballtrikots erinnert.
Immerhin finden sich auch Unternehmen, die die Friedensbewegung zwar mit Nachschub versorgen, daraus aber kein Kapital schlagen wollen. Eine Ortsgruppe der globalisierungskritischen Bewegung Attac ist eine Fixgröße im Geschäft mit den Pace-Flaggen - ohne auf Profit aus zu sein: Die Erlöse der zehn Euro teuren Fahnen werden in Einklang mit der Attac-Ideologie karitativen Zwecken zur Verfügung gestellt. So rechtfertigen Organisationen im sozialen Dienst - wie beispielsweise die Kinderhilfe im Irak - auf Umwegen doch noch das Geschäft mit dem Frieden.
(red)

