Freitag, 18. September 2009

EU über Vorgehen bei Banker-Boni einig: Keine Forderung nach einer Obergrenze

  • Bundeskanzler Faymann will noch weitergehen
  • PLUS: Keine Einigung bei Finanzmarktsteuer

Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen auf internationaler Ebene verbindliche Standards für die Bonuspolitik der Banken durchsetzen. Die EU-Staats- und Regierungschefs einigten sich bei ihrem Sondergipfel in Brüssel auf eine entsprechende gemeinsame Verhandlungsposition, wie EU-Diplomaten sagten. Eine Obergrenze für Bonuszahlungen wollen die EU-Länder beim Weltwirtschaftsgipfel der G-20-Staaten in der nächsten Woche in Pittsburgh jedoch nicht fordern. Diese Option soll nur von Experten geprüft werden.

In der Diskussion um Bonus-Zahlungen für Banker hatte Bundeskanzler Werner Faymann kurz vor dem Gipfel gesagt, er befürworte eine noch weitergehende Begrenzung von Managergehältern als von der EU geplant. Die Formulierungen für den G-20-Gipfel würden in Österreich praktisch keine Anwendung haben. So sollte man in Österreich gewisse Bonus-Zahlungen vom Steuersystem nicht absetzbar machen.

"Wir brauchen eine Obergrenze als Teil der Einkünfte eines Unternehmens", sagte der schwedische Ministerpräsident und EU-Ratsvorsitzende Fredrik Reinfeldt vor dem EU-Sondergipfel. In dieser Frage hoffe er auch auf Unterstützung vom britischen Premier Gordon Brown. "Ich hoffe, heute Abend können wir sagen, dass die Bonus-Seifenblase geplatzt ist", so gibt verschiedene Wege", um die Bonus-Kultur zu strukturieren, umging Brown kritische Fragen. Es gebe aber "kein Zurück mehr zu den alten Bonus-Strukturen", internationale Richtlinien hier seien nötig.

Die EU wird beim Weltfinanzgipfel der G-20-Staaten in den USA wohl kaum eine weltweite Finanzmarktsteuer vorschlagen. Wie Diplomaten sagten, gab es keine gemeinsame Haltung beim EU-Sondergipfel zu einer solchen Steuer. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte nach dem Treffen in Brüssel, der schwedische EU-Vorsitz werde das Vorhaben weiter prüfen. Viele EU-Staaten befürworteten die Idee. Unter anderen sprachen sich Deutschland und auch Österreich dafür aus.

(apa/red)

18.9.2009 00:02
Vasant, 22. 09. '09 22:14
Das große Problem ist nur, dass ...
die großen G20 Häuptlinge wertvolle Zeit verlieren und
somit weitere "Bereicherungen" der Manager ermöglichen!

Man kennt das Problem und was passiert ... Antrag stellen,
dann wird kräftig diskutiert und somit auch offiziell noch
gewarnt ... nach dem Motto ... werte Manager kassiert
noch schnell kräftig weiter, weil wir denken schon über
eine Regelung nach und mit jedem Tag wo nichts passiert
gehen weitere Millionen in dubiosen Kanälen unter;)

Ich denk nur an "Land of Confusion" von Genesis ... da
hast auch alle auf einem Haufen in dem Video und das
Foto oben (Sarkozy der möchtegern Napoleon, Berlusconi
der Schneckenprinz und Zuhälterfreund usw.) machen
was sie wollen ... wenn man sich die Zustände deren
Länder ansieht, dann frag ich mich echt worauf die noch
alle stolz sind?
Vasant, 17. 09. '09 11:21
Jetzt erst?
Man kann ja nur glücklich sein, dass die "großen" Politiker
"jetzt schon" draufkommen, dass die Krise sichtlich durch
falsches und eigentlich schon fast unseriöses (milde und
freundlich formuliert) Management ausgelöst wurde!

Sanktionen einzuführen und wertvolle Zeit verstreichen zu
lassen, während diese Manager schon wieder fleißig neue
Bonuszahlungen erhalten ist dann doch etwas zu langsam!

Die würden nicht mal Wasser erkennen, wenns in einer
vollen Badewanne sitzen und das ist tragisch!


Meine Meinung!
antikapitalist, 17. 09. '09 18:16
Re: Jetzt erst?
da kann ich dir nicht zustimmen,den das ganze ist ein abgekartetes spielchen,bei dem die medien dazu benutzt werden(oder direkt beteiligt sind)den leuten eine lüge ins hirn zu trichtern!!und wenn ich mich so umhöre,dann funktioniert dieses spielchen leider sehr sehr gut!!die meisten menschen sind "BEWUSSTLOS"! sag ihm immerwieder das gleiche,und er glaubt es(egal worums geht)......eine frage noch:welche "krise"meinst du eigentlich?
irgendwer01, 18. 09. '09 09:58
Re: Jetzt erst?
Ja eine Relementierung wäre wahrscheinlich sinnvoll. Aber machen wir uns nichts vor - unsere (leider) gewählten Volksvertreter lassen sich sicher über den Tisch ziehen. Und es werden dann andere Methoden gefunden massiv Geld einzuheimsen. Dafür muss dann wieder jeder fleissige Arbeiter/Angestellte/Selbständige dafür bezahlen.
Vasant, 22. 09. '09 22:19
an antikapitalist
Welche Krise ich meine? Die Krise spielt sich nicht nur in
der Wirtschaft ab, sondern das ist ein Kreislauf der bereits
alle Ebenen erreicht hat. Wenn du einen Ast anzündest,
dann wirkt das im Moment ganz klein, aber die wenigsten
denken an die Konsequenzen ... wenn der Wald brennt,
dann kommens erst drauf, was gewisse Dinge auslösen,
aber dann ist es (so wie nun auch) schon zu spät und sie
sind zu dumm um mit dem Löschen zu beginnen. Ganz im
Gegenteil ... die stehen vor dem Wald und wundern sich!

Meiner Meinung nach sind die alle überfordert, weil sie in
einem Glashaus sitzen und die Realität auf der Straße so
auch nicht mitbekommen! Wie auch, wenn du alles hast,
dann wird es dich nicht kümmern, dass andere untergehen!

Hauptsache einem selbst fehlt es an nichts! Das ist die EU!