Schonzeit für das Geldbörserl ist vorbei:
Inflation treibt Preise wieder in die Höhe
- Treibstoff- und Heizölpreise feuern die Teuerung an
- Wohnen wird zu einer kostspieligeren Angelegenheit
Geldentwertung im August auf 0,3 Prozent gestiegen

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Haben Sie den Sommer für ausgiebige Einkäufe genutzt? Billiger wird's jetzt nämlich aus einem Grund vorerst nicht mehr: Die Inflation hat wieder Appetit bekommen. Waren und Dienstleistungen waren im August 2009 um 0,3 Prozent höher als im August 2008. Damit setzte die Teuerung nach zwei rückläufigen Werten im Juni (minus 0,1 Prozent) und Juli (minus 0,3 Prozent) wieder ein und erreichte die Rate des Monats Mai.
Die Teuerung von Treibstoff- und Heizölpreisen war erneut ausschlaggebend. Der Abstand zum hohen Preisniveau des Vorjahres verringerte sich deutlich, womit auch der dämpfende Effekt auf die Inflation abnahm. Ohne Treibstoffpreise hätte die August-Inflationsrate 1,5 Prozent betragen. Hauptpreistreiber waren Ausgaben für die Instandhaltung von Wohnungen.
Gegenüber dem Vormonat Juli 2009 stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,4 Prozent.
Wohnen deutlich teurer
Deutlich teurer als im Vorjahresmonat war Wohnen. Die Mieten stiegen um durchschnittlich 5,3 Prozent, die Prämien für Haushaltsversicherungen um 5 Prozent. Billiger als vor einem Jahr waren Nahrungsmittel (minus 0,6 Prozent). Als Hauptpreisdämpfer erwies sich der Verkehr mit durchschnittlich minus 5,4 Prozent.
Die harmonisierte Inflationsrate (HVPI 2005) für August 2009 betrug im Jahresabstand plus 0,1 Prozent, nach minus 0,4 Prozent im Juli und minus 0,3 Prozent im Juni. Der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH 2005) war im August 2009 um 0,7 Prozent höher als im Jahr davor, nach einem Plus von 0,1 Prozent im Juli und von 0,6 Prozent im Juni.
(apa/red)

